Atelier Blasio

Seit 25 Jahren bauen Zürcher Jugendliche «Gumpiburgen»

Die Hüpfburgen sind bei Kindern sehr beliebt. (Symbolbild)

Die Hüpfburgen sind bei Kindern sehr beliebt. (Symbolbild)

In Zürich sind sie von kaum einem öffentlichen Fest wegzudenken: Die «Gumpiburgen». Was nicht alle wissen: Die Hüpfobjekte werden im Atelier Blasio gefertigt, einem Arbeitsintegrationsprojekt für Jugendliche. Es feiert sein 25-jähriges Bestehen.

Entwickelt worden war die «Ur»-Gumpiburg vom Tüftler Emilio Blasio. Nicht lange danach, 1987, gründete er das Atelier Blasio. Der soziale Betrieb der Stadt Zürich hat mittlerweile rund 200 Formen entwickelt und gegen 1200 Objekte gebaut, teilte die Abteilung soziale Einrichtungen und Betriebe am Donnerstag mit. Seit kurzem stelle man im Auftrag auch «Freitag»-Taschen her.

Das Arbeitsintegrationsobjekt wandte sich bisher fast ausschliesslich an Jugendliche. Neuerdings würden auch erwachsene IV- und Sozialhilfe-Beziehende einbezogen, sagte Olaf Reineke von den Sozialen Einrichtungen und Betrieben zur Nachrichtenagentur sda. Früher habe man für jede Gruppe eigene Betriebe geführt.

Vor allem Schul- und Lehrabbrecher

Ziel sei die Integration in Ausbildungs- oder Arbeitswelt und in die Gesellschaft. Die Jugendlichen im Atelier Blasio seien vorab Schul- oder Lehrabbrecher, sagte Reineke. Sie kämen jeweils für sechs Monate mit Option auf eine einmalige Verlängerung von nochmals sechs Monaten.

Im Atelier können sie laut Mitteilung Berufserfahrungen sammeln. Bei der Entwicklung und Herstellung von neuen Geräten erproben sie ihre Kreativität und ihr handwerkliches Geschick. Zudem arbeiten sie mit bei den regelmässigen Blasio-Spielaktionen.

Bisher haben rund 1300 Personen das Blasio-Angebot genutzt, um ihre Chancen auf eine Lehr- oder Arbeitsstelle zu verbessern. Die Erfolgsquote belaufe sich auf durchschnittlich 60-80 Prozent, so Reineke.

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