In den Bau investiert wurden rund 35 Millionen Franken. Verantwortlich für Bau und Betrieb des neuen Parkhauses ist die Parkhaus Opéra AG, ein Konsortium der Hardturm AG und der AMAG Automobil- und Motoren AG.

Das Parkhaus nimmt am kommenden Montag den Betrieb auf, wie Dino Graf von der AMAG am Donnerstag vor der Presse sagte. Zwar sei es betriebsbereit, aber noch müssten Angestellte geschult werden.

Eintauchen in «festliche Atmosphäre»

Wer ins zweigeschossige Parkhaus gelangen will, fährt an gewellten, mitternachtsblauen Wänden vorbei. «Die Wände vermitteln eine gewisse Festlichkeit und erinnern an den Vorhang des nahen Opernhauses», sagte Architektin Gundula Zach.

Das Opernhaus ist auch auf den Parkhauswänden präsent. 13 Videobeamer zeigt Szenen aus aktuellen Produktionen. Wenn jedoch jemand parkiert, verschwindet die Einspielung, damit der Fahrer oder die Fahrerin auf keinen Fall geblendet wird.

Nicht nur das Opernhaus ist im Parkhaus gegenwärtig, sondern auch die Archäologie. Die Bauarbeiten mussten nämlich für neun Monate unterbrochen werden, damit bedeutsame Fundstücke von Pfahlbausiedlungen gesichert werden konnten.

In einem archäologischen Fenster werden nun einige der über 20'000 Fundstücke der Öffentlichkeit frei zugänglich präsentiert. Zu sehen sind beispielsweise ein Pfeilbogen sowie ein Holzpaddel. Gezeigt werden Originale sowie Nachahmungen.

Schwieriger Baugrund

Das Parkhaus befindet sich «praktisch komplett im See», sagte Architekt Michel Zünd. Dies habe an alle Beteiligten grosse Anforderungen gestellt. Aber mit vereinten Kräften habe man es geschafft.

Mit der Eröffnung des Parkhauses Opéra ist nun eine wichtige Voraussetzung für die Aufwertung und definitive Gestaltung des Sechseläutenplatzes geschaffen. Im Herbst wird sich noch das Stadtzürcher Stimmvolk mit der Sechseläutenwiese befassen.