Seenotrettung
Grossübung der Blaulichtorganisationen auf Zürichsee: Polizei zieht positive Bilanz

Die gross angelegte Einsatzübung «Palstek» auf dem Zürichsee und der Fähranlage Horgen unter erschwerten Bedingungen war laut Kantonspolizei ein Erfolg. 200 Einsatzkräfte und 100 Figuranten waren gemeinsam im Einsatz.

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Melissa Schumacher/ BRK News

Das ZSG-Kursschiff MS Panta Rhei verliess um 19.00 Uhr die Anlegestelle Bürkiplatz. Eine Stunde später explodiert ein herrenloser Rucksack - und auf dem Kursschiff «Panta Rhei» breitet sich Feuer aus: Dies war das Übungsszenario, mit dem über 200 Einsatzkräfte verschiedener Zürcher Blaulichtorganisationen am Montagabend auf dem Zürichsee konfrontiert waren.

Das Feuer und die Rauchentwicklung zwangen einige verletzte Schiffspassagiere über Bord zu springen. Im Fokus der Übung «Palstek» stand daher die Rettung der Passagiere und die Evakuierung des Schiffes. Zudem galt es, die Ursache zu ermitteln, die mutmasslich einen kriminalpolizeilichen Hintergrund hatte.

Das MS Panta Rhei treibt auf dem Zürichsee: Bei einer gross angelegten Übung mit 100 Figuranten wurde das Schiff evakuiert.

Das MS Panta Rhei treibt auf dem Zürichsee: Bei einer gross angelegten Übung mit 100 Figuranten wurde das Schiff evakuiert.

Kantonspolizei Zürich

Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz der gross angelegten Einsatzübung. Trotz erschwerten Bedingungen wie Wellen und Dunkelheit sowie Covid-19-Einschränkungen seien die Einsatzkräfte professionell vorgegangen und hätten die richtigen Massnahmen ergriffen, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei Zürich.

Test der Blaulichtorganisationen: interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Binnenschifffahrtsgesetz verlangt derartige Grossübungen zu Rettungskonzepten. Sie dienen dazu, die Notfalleinsatzpläne und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Blaulichtorganisationen und weiteren Partnern zu testen. Die Übung wurde zugleich genutzt, um die Corona-Schutzmassnahmen in einem Grosseinsatz zu testen.

Für die grossangelegte Übung standen - neben den über 200 Einsatzkräften - auch rund 100 Figuranten im Einsatz. Sie griffen auf zwei Kursschiffe, eine Fähre und zahlreiche Rettungsfahrzeuge zurück.

Getestet wurden unter anderen die Kantonspolizei Zürich und die Gemeindepolizei Horgen, die Feuerwehren Schutz & Rettung Zürich, Horgen und Rapperswil-Jona, die Sanität von Schutz & Rettung Zürich und des See-Spitals Horgen sowie die Seerettungsdienste der Wasserschutzpolizei der Stadt Zürich und von sieben Gemeinden. (sda / ld.)

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