Zürich
Seelsorge-Angebot im Bundeszentrum Juch wird ausgebaut

Die Seelsorger im Bundesasylzentrum Juch in Zürich-Altstetten sind gefordert. Sie werden häufig nicht nur mit religiösen Themen konfrontiert. Oft geht es um alltägliche Probleme. Deshalb bauen die Kirchen ihr Angebot nun weiter aus.

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Die Asylbewerber im Bundeszentrum nehmen die seelsorgerischen Angebote in Anspruch.

Die Asylbewerber im Bundeszentrum nehmen die seelsorgerischen Angebote in Anspruch.

Keystone

Geplant ist zudem der Einsatz einer muslimischen Seelsorgerin.

Die Kirchen sind seit der Eröffnung im Bundesasylzentrum seelsorgerisch tätig. Mit Marcel Cavallo und Jeanine Kosch sind sowohl ein reformierter Pfarrer als auch eine katholische Theologin im Juchareal für die Sorgen und Nöte der Asylsuchenden zugegen.

Die Erfahrungen seien positiv, heisst es in einer Mitteilung der Kirchen im Kanton Zürich vom Donnerstag. Die Kontakte mit den Asylsuchenden gestalteten sich anspruchsvoll. Die Zusammenarbeit mit der Zentrumsleitung laufe gut. Auch das Betreuungsteam schätzt gemäss Mitteilung die Arbeit der Seelsorger.

Auf den 1. Juli erhöht die reformierte Kirche nun ihren Stellenetat auf 50 Prozent. Zusammen mit dem Beitrag der katholischen Kirche steht dann eine Vollzeitstelle zur Verfügung. Ihre Präsenz sei "ein Einsatz für die unantastbare Würde jedes Menschen", werden die Seelsorger in der Mitteilung zitiert.

Da ein grosser Teil der Flüchtlinge Muslime sind, sei ein Einbezug von muslimischen Seelsorgern sehr wünschenswert. Aus Vertrauensgründen wäre ein Frau an dieser Stelle wichtig, heisst es weiter. Die Kirchen führen derzeit mit Vertretern der Muslime und dem Bundesamt für Migration Verhandlungen. (sda)