Tiere

Seehunde im Zürcher Zoo lassen sich bald einfacher anfassen – dank einem Training

Zwei "Berliner Schnauzen" erobern Zürich

Zwei "Berliner Schnauzen" erobern Zürich

Sinya und Skadi heissen die beiden weiblichen Neuzuzüge bei den Seehunden im Zoo Zürich. Sie wurden im Zoologischen Garten Berlin geboren und haben sich nach einem halben Jahr in Zürich schon bestens eingelebt. Wie die anderen Tiere der fünfköpfigen Gruppe absolvieren sie täglich ein Training mit den Tierpflegern.

Zwei Berliner Schnauzen sollen bei der Seehunde-Gruppe im Zürcher Zoo für Nachwuchs sorgen: Die beiden Weibchen Sinya und Skadi absolvieren bereits täglich ein Training, damit sie dereinst stressfrei vom Tierarzt angefasst werden können.

Seehunde sind für den Tierarzt keine einfachen Patienten. Sollen die Tiere näher untersucht werden, können sie nicht einfach festgehalten werden. Auch Narkosen sind schwierig, weil die isolierende Fettschicht die Dosierung des Narkosemittels erschwert.

Damit Tierarztbesuche möglichst stressfrei ablaufen, müssen Sinya und Skadi nun täglich ins Training, wie der Zoo Zürich am Mittwoch mitteilte. Besonders Sinya ist mit grossem Einsatz dabei. Sie kommt bereits an Land und lässt sich anfassen. Weil dies jeweils mit Futter belohnt wird, ist die junge Berlinerin schon fast etwas zu gut genährt.

Ihre Halbschwester Skadi ist deutlich zurückhaltender. Sie tut sich noch schwer damit, sich von den Pflegerinnen und Pflegern anfassen zu lassen. Der Zoo betont, dass das Training auf Freiwilligkeit beruht, es gebe weder Druck noch Strafe.

Die beiden Berlinerinnen, die im vergangenen Jahr zur Welt kamen, werden sich mit Nachwuchs aber noch etwas Zeit lassen. Weibliche Seehunde erlangen die Geschlechtsreife erst mit drei bis sechs Jahren. Eine dritte Deutsche im Bunde ist aber bald bereit: Pila, die im Jahr 2015 im Saarland geboren wurde, dürfte sich bald an das Thema heranwagen. Paarungszeit ist jeweils im Juli.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1