Zürich

Schwemmholzrechen soll an der Sihl Hochwasserschäden verhindern

Bei einem Hochwasser wird Schwemmholz angetrieben (Symbolbild)

Bei einem Hochwasser wird Schwemmholz angetrieben (Symbolbild)

Mit einem 350 Meter langen Schwemmholzrechen an der Sihl will der Kanton Zürich den Hochwasserschutz verbessern. Der Rechen soll oberhalb von Langnau am Albis gebaut werden und Schäden in dreistelliger Millionenhöhe verhindern.

Die Baukosten für das Projekt sind auf 25 Millionen Franken veranschlagt.

Eine Studie zeigt, dass bei Extremhochwasser zwischen Langnau am Albis und Zürich bis zu 12'000 Kubikmeter Schwemmholz zu erwarten sind. Das sind 1200 Lastwagenladungen, wie die kantonale Baudirektion am Freitag mitteilte.

Solche Mengen von Schwemmholz würden an Brücken, der Sihlhochstrasse oder am Hauptbahnhof Zürich zu Verstopfungen führen. Dadurch würden dicht besiedelte Gebiete überflutet und grosse Schäden verursacht. Im Jahr 2010 hat der Regierungsrat einen Projektierungskredit von 1,5 Millionen Franken für einen Schwemmholzrechen in der Sihl genehmigt.

In einer Vorstufe wurden 16 mögliche Standorte geprüft, doch nur der Rütibogen bei Langnau am Albis erfüllt die Bedingungen einer scharfen Flusskurve, wie es in der Mitteilung heisst. Für den Schwemmholzrückhalt wird der Flusslauf leicht verlegt, damit die Krümmung der Kurve noch stärker wird.

Weil noch nie ein so grosser, seitlich eines Flusses angelegter Schwemmholzrechen gebaut worden ist, hat der Kanton das Projekt von der ETH Zürich überprüfen lassen. Ab Mitte April wird das Projekt öffentlich aufgelegt.

Gebaut wird der Rechen voraussichtlich von 2016 bis Ende 2017. Voraussetzung dafür ist die Projektfestsetzung durch den Regierungsrat und die Kreditfreigabe durch den Kantonsrat.

Im Jahr 2015 soll über ein Konzept zum langfristigen Hochwasserschutz an Sihl, Zürichsee und Limmat entschieden werden. Dafür prüfen die Kantone Zürich und Schwyz zwei Konzepte: entweder einen "Entlastungsstollen" oder die "Kombilösung Energie". (sda)

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