Fernsehen

Schweizer Fernsehen will keine fremdfinanzierten Sendungen mehr

Moderator Heinz Margot und die Spitzen-Köche Françoise Wicki und Torsten Götz fordern die Amateur-Köche. Die Sendung war jedoch eine Nullnummer. Sie wurde bereits wieder abgsetzt. SRF/Oscar Alessio

Moderator Heinz Margot und die Spitzen-Köche Françoise Wicki und Torsten Götz fordern die Amateur-Köche. Die Sendung war jedoch eine Nullnummer. Sie wurde bereits wieder abgsetzt. SRF/Oscar Alessio

Nach dem Aus der Kochsendung «Ab in die Küche» ändert das Schweizer Fernsehen seine Strategie: Es strahlt ab sofort keine Unterhaltungssendungen mehr aus, die komplett fremdfinanziert wurden - aus publizistischen und qualitativen Gründen.

«Der Lead liegt ab sofort wieder bei uns», sagte SRF-Sprecher Martin Reichlin in einem Interview mit dem «Zürcher Unterländer» vom Dienstag. Das Fernsehen wolle wieder bei allen Sendungen die Entscheidungen selber treffen.

Bei «Ab in die Küche» war dies nicht der Fall: Zwar redete das Schweizer Fernsehen in der Konzeptphase mit. Die Führung wurde danach aber den Partnern Ringier und Betty Bossi übergeben, die den Hauptteil der Kosten trugen, selber ein Studio in Hüntwangen ZH bauten und dafür im Gegenzug ihre Produkte platzierten.

Weg von vollfinanzierten Modellen

Dies soll in Zukunft nicht mehr vorkommen. Man wolle sich von diesen vollfinanzierten Modellen verabschieden, sagte Reichlin. «Das passt schlecht zum Service Public und schränkt unsere publizistische Freiheit ein.» Klassisches Sponsoring sei aber weiterhin willkommen.

Immerhin: Weil die Partner praktisch alles selber bezahlten, müssen die Gebührenzahler für den Küchen-Flop fast nichts berappen. Das Nachfolgeformat soll wieder in Zusammenarbeit mit Ringier Entertainment und Betty Bossi entstehen. Ein Konzept liegt bis jetzt aber nicht vor.

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