Dübendorf

Schweizer Armee feiert die Militäraviatik in «Düsendorf»

ein Militärhelikopter

ein Militärhelikopter

Die Armee feiert die «Wiege der Militäraviatik»: Seit 100 Jahren ist das Militär auf dem Flugplatz Dübendorf stationiert. Am Freitag ist die Öffentlichkeit zu Flugshows und anderen militärischen Vorführungen eingeladen.

Es dürfte das letzte runde Armee-Jubiläum in Dübendorf werden.

Gebaut wurde der Flugplatz ursprünglich für zivile Zwecke. Ab 1910 wagten hier die ersten Aviatiker ihre waghalsigen Flugversuche. Im Jahr 1914 zog dann die damals noch junge Schweizer Luftwaffe von Bern nach Dübendorf um und teilte sich das Gelände mit der zivilen Luftfahrt, die in dieser Zeit rasante Fortschritte machte.
Im Jahr 1948 zogen die Passagierflugzeuge auf den neu gebauten Flughafen Kloten um und überliessen die Pisten fortan der Armee. Wegen der hohen Zahl an Starts und Landungen von Düsenflugzeugen erhielt Dübendorf schon bald den Übernamen "Düsendorf".

Super-Pumas und Fallschirmaufklärer

Gefeiert wird das runde Jubiläum mit Vorführungen von PC-7-Flugzeugen, Super-Pumas und Fallschirmaufklärern. Zudem werden Flüge mit der "Tante Ju" und Bücker-Flugzeugen angeboten. Die Rega-Basis und die Hallen von Solar Impulse stehen für Besichtigungen offen.
Wie die Armee in ihrer Einladung schreibt, soll der Anlass vor allem jenen Menschen gewidmet sein, die dem Flugplatz ein Gesicht gegeben und damit seine Geschichte geprägt haben. Es werde ein Blick zurück, aber auch "ein zuversichtlicher Blick voraus".

Armee zieht sich zurück

Das anstehende 100-Jahr-Jubiläum dürfte allerdings der letzte runde Geburtstag für den Militärflugplatz Dübendorf sein. Seit 2005 starten und landen hier keine Kampfjets mehr. Nun will die Armee auch die noch verbliebenen Propellerflugzeuge aus Dübendorf abziehen.
Gemäss neuem Stationierungskonzept soll auf dem Gelände nur noch eine Helikopterbasis betrieben werden. Einen Teil des 2,5 Quadratkilometer grossen Geländes will der Bund voraussichtlich an einen zivilen Fliegerei-Betreiber abgeben.
Ob und wie die Pisten künftig genutzt werden, ist allerdings noch nicht abschliessend geklärt. Geplant ist auf dem Gelände, der letzten grossen Platzreserve des Kantons, auch ein Innovationspark. (sda)

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