Zürich

Schweiz will an der Expo in Mailand 2015 «Berge überwinden»

Expo in Mailand 2015.jpg

Expo in Mailand 2015.jpg

Genau ein Jahr vor Beginn der Expo 2015 hat die Schweiz am Mittwoch in Mailand den «Giro del gusto» eröffnet. Er wird in verschiedenen italienischen Städten Halt machen, teilt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten.

Mit der Roadshow will die Schweiz im Vorfeld der Expo 2015 in Mailand ein Image fördern, das auf den verschiedenen Stärken des Landes beruht.

Schweizer Haus in Mailand

Nach dem Grosserfolg an den Olympischen Spielen in Sotschi und der Reise über Meere und Berge sei das Schweizer Haus in Mailand angekommen, wo die erste Etappe des «Giro del gusto» beginne, sagte Nicolas Bideau, Chef von Präsenz Schweiz des EDA.
«Berge überwinden» sei das Motto, mit dem der Dialog mit der italienischen Bevölkerung im Vorfeld der Expo 2015 gefördert werden soll. «Trotz der engen bilateralen Beziehungen zeigen unsere Imagestudien, dass die Wahrnehmung der Schweiz in Italien auf alten Klischees beruht, die ein einseitiges Bild unseres Landes vermitteln», wird Bideau in der Mitteilung zitiert.
Mit der Kreativität in Bereichen wie Gastronomie, Architektur, Kultur, Verkehr und Tourismus soll diese Wahrnehmung umgekehrt werden. Als Maskottchen dafür sei «Barry» vom Grossen St. Bernhard gewählt worden, der für eine offene, kreative und vertrauenswürdige Schweiz stehe.
Die Schweiz zum Geniessen lade einerseits dazu ein, ihre kulinarischen Spezialitäten kennen zu lernen. Anderseits umfasse sie eine Entdeckungsreise durch Kultur, Geschichte, Tourismus, Design, Architektur und Verkehr.

Degustieren und geniessen

Während der zwölftägigen Etappe in Mailand kann das Publikum auf dem Marktplatz des Schweizer Dorfs im historischen Parco del Sempione kulinarische Spezialitäten aus den verschiedenen Regionen der Schweiz degustieren. Dazu kommt ein vielseitiges Programm mit Konzerten, handwerklichen Aktivitäten, Shows, Workshops und Vorträgen.
An der Eröffnungsfeier vom Mittwoch nahmen die Stadtpräsidentin von Zürich, Corine Mauch, der Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, Guy Morin, der Vize-Stadtpräsident von Genf, Sami Kanaan, und der Delegierte des Kantons Tessin für die Expo 2015, Luigi Pedrazzini, teil.

Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 und des Ceneri-Basistunnels 2019 könne man Mailand innert drei Stunden Reisezeit erreichen, schreibt die Direktion für Stadtentwicklung. «Der Basistunnel ist eine historische Chance für die Deutschschweiz, das Tessin und Norditalien. Er wird den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch in beide Richtungen beleben», fasst die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch zusammen. «Der Expo-Auftritt hilft mit, diese Chance für uns zu nutzen.»
Zudem haben die Gotthardkantone Tessin, Graubünden, Uri und Wallis im festlichen Rahmen des Schweizer Hauses den Vertrag mit Präsenz Schweiz über ihre Teilnahme an der Expo 2015 unterzeichnet. (sda)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1