Am 16. August beginnt um 17 Uhr der Vorverkauf für das Limmatschwimmen. Letztes Jahr waren die 4500 Tickets innerhalb von acht Minuten verkauft. Dieses Jahr dürfte es noch schneller gehen. Der Vorverkauf sorgt für Frust: Von den rund 10 000 Interessenten geht mehr als die Hälfte leer aus. Wer um jeden Preis mitschwimmen will, scheut sich nicht davor, die Karten auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Auf Onlinebörsen wie Viagogo bezahlt man bis zu 139 Franken für das Limmatschwimmen – das Sechsfache des regulären Tarifs von 22 Franken, berichtet das «Zürcher Tagblatt».

«Der Schwarzmarkt ärgert uns sehr», sagt Stefan Weiss, Sprecher von Zürileu Schwimm-Veranstaltungen. Deswegen habe man nun Massnahmen getroffen. Der Provider Starticket blockiert Kunden, die schwarz mit Tickets handeln. Diese stammen meist aus dem Ausland. «Aber solange die Nachfrage grösser als das Angebot ist, kann man diesen Handel leider nicht ganz verhindern.»

Besucherrekord beim Limmatschwimmen

Besucherrekord beim Limmatschwimmen

So viele wie heute waren es noch nie: Das Limmatschwimmen verzeichnet einen neuen Besucherrekord. Unter den Wasserratten war auch einige Prominenz anzutreffen. So beispielsweise Regierungsrat Thomas Heiniger oder Ruedi Noser.

Nur personalisierte Karten könnten das Problem lösen. Doch so würde das Limmatschwimmen teurer, was nicht im Interesse der ehrenamtlich arbeitenden Organisatoren sei. Weiss ruft dazu auf, den Schwarzhandel nicht zu fördern. Lieber suche man nach Angeboten zum normalen Preis auf der Facebook-Seite des Anlasses. Dort habe sich eine regelrechte Tauschbörse entwickelt. 

Soziale Netzwerke verantwortlich für Hype

Weil der Event in sozialen Netzwerken geteilt wird, ist seine Bekanntheit schlagartig angestiegen. Das erstaunt: Drohte dem Limmatschwimmen doch vor nicht allzu langer Zeit das Aus. Nachdem 2005, 2006, 2008 und 2010 der Anlass abgesagt wurde, fehlte die Motivation. Entweder lag die Wassertemperatur unter 21 Grad, oder es flossen mehr als 110 Kubikmeter pro Sekunde Wasser unter den Brücken, beides Vorschriften, die eingehalten werden müssen, schreibt das «Zürcher Tagblatt».

Die Wende kam im Jahr 2011: Besucher aus der ganzen Schweiz kamen, um sich von der Quaibrücke bis zum Letten treiben zu lassen. Dank der Einführung von Schwimmsäcken, die den Zielbereich entlasteten, kam es 2015 erstmals zur Höchstteilnehmerzahl von 4500 Personen. Mehr Startplätze zu schaffen ist aus Sicherheitsgründen leider nicht möglich.