Elsbeth Känzig ist eine Expertin, wenn es um die Schwäne im Hafen von Uetikon geht. Seit drei Jahren beobachtet sie mit ihrem Mann Hanspeter ein Pärchen, das jeweils im Frühling das gleiche Nest bezieht. Doch dieses Jahr warten die Känzigs vergeblich darauf, dass Junge schlüpfen. Denn die Eier, die noch nicht brutreif waren, sind seit dem letzten Freitag verschwunden. Ende März hatten die Schwäne das Quartier bezogen und vier Eier gelegt.

Am 20. April konnte Känzig nur noch zwei Eier sehen. Noch grösser war der Schock am letzten Freitag: Nun waren alle Eier weg und auch das Schwanenpaar. «Da muss etwas Schlimmes passiert sein», sagt Känzig. Sie glaubt, dass jemand auf die Schwäne losgegangen ist und die Eier geraubt hat. Laut Kantonspolizei sind keine Meldungen zu Misshandlungen von Wasservögeln eingegangen. Einen anderen Verdacht hat Eleonore Butt, die gegenüber wohnt: «Da hat ein Fuchs zugeschlagen.» Sie habe einen beobachtet. Er habe etwas «grosses Weisses» in der Schnauze gehabt.