Bahnverkehr
Schwan bremst S-Bahn in Zürich aus

Ein Schwan hat unter S-Bahn- Passagieren in Zürich für Aufregung gesorgt. Das Tier hatte sich auf den Hardturmviadukt verirrt und wurde vom herannahenden Zug erfasst. Dabei wurde eine Luftleitung beschädigt und eine automatische Bremsung ausgelöst.

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Die Kollission mit dem Schwan führte nur zu geringen Verspätungen.

Die Kollission mit dem Schwan führte nur zu geringen Verspätungen.

Limmattaler Zeitung

Die S6 war gegen 8.40 Uhr in Richtung Zürich-Oerlikon unterwegs, als sie kurz vor dem Käferbergtunnel den Vogel überfuhr. SBB- Mediensprecher Daniele Pallecchi bestätigte auf Anfrage entsprechende Medienberichte.

Der Schwan geriet unter den Zug und beschädigte einen unter Druck stehenden Bremsschlauch. Der Druck fiel ab, worauf die Bremsklötze auf die Räder fielen und den Zug zum Stoppen brachten. Als der Zug schliesslich zum Stillstand kam, befand er sich zu einem Teil noch auf der Brücke, zu einem anderen steckte er bereits im Tunnel.

Weil die Strecke an dieser Stelle fünfspurig ist, war es für den Lösch- und Rettungszug der SBB ein Leichtes, neben die S-Bahn zu fahren und die Passagiere zu evakuieren.

Auf dem S-Bahn-Netz führte der Zwischenfall laut Pallecchi zu Verspätungen im Minutenbereich. Etwas mehr Geduld mussten die Passagiere des Unfallzuges aufbringen: Sie konnten ihre Fahrt erst nach rund einer Stunde fortsetzen.