Der Zürcher Kantonsrat lehnte das Postulat mit 89 Nein- zu 79-Ja-Stimmen ab. Für restriktive Regeln waren Linke und Grüne, dagegen die Mitte und die Bürgerlichen.

Der Vorstoss von Grünen, GLP und SP sollte den Überarbeitungsprozess aufhalten und so verhindern, dass beim Naturpark Sihlwald die Bestimmungen verändert werden. Seit 2008 wird in der Kernzone kein Holz mehr geschlagen. Abgestorbene Bäume bleiben liegen, wo sie sind und kommen den Freizeitsportlern und Erholungssuchenden manchmal in den Weg. Zudem gilt ein Fahr- und Reitverbot.

Die Interessengemeinschaft „Sihlwald für alle" sammelte rund 1000 Unterschriften und forderte, dass einzelne Verbindungswege für Freizeitsportler freigegeben werden. Der Regierungsrat zeigte sich daraufhin bereit, die Sihlwald-Regeln zu überdenken, sehr zum Ärger von Linken und Grünen. Sie weisen darauf hin, dass es im Sihlwald bereits genügend Wege für Erholungssuchende gebe. Die wilde Kernzone mache nur einen kleinen Teil des gesamten Waldes aus.

Die Mitte und die Bürgerlichen stimmten jedoch geschlossen gegen die Überweisung des Postulates. Niemand wolle die Existenz des Sihlwaldes in Frage stellen, argumentierte die SVP. Aber es sei eine Frage des Masses. Für die CVP ist der Sihlwald „immer noch ein Wald und kein Museum".