Am 2. Dezember um 4.54 Uhr morgens reichte ein Schaltbefehl in eine Swisscom-Zentrale, um die Notrufe aus Zug ab diesem Moment nach Zürich zu leiten. Die Umstellung sei problemlos verlaufen, heisst es in einer Mitteilung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug vom Montag. Die ersten Erfahrungen seien positiv.

Die Leistungsvereinbarung gilt für mindestens sechs Jahre. Die Dienstabteilung Schutz & Rettung der Stadt Zürich wird die Zuger Rettungskräfte künftig auch bei der Bewältigung von Grossereignissen - beispielsweise einer Massenkarambolage mit vielen Verletzten - unterstützen.

Eigentlich hätte die Umstellung auf Anfang 2015 erfolgen sollen. Aus technischen und operativen Gründen erachteten die Verantwortlichen es aber als nicht sinnvoll, dies über die Feiertage zu tun. Daher erfolgte die Änderung bereits Anfang Dezember.

Sicherheitshalber war für den Tag der Umstellung eine Doppelschicht im Einsatz und es bestanden Notfallszenarien, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die intensiven Vorbereitungsarbeiten hätten sich gelohnt, wird Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann zitiert. Der Kanton Zug habe nun einen Anschluss an die modernste Einsatzleitzentrale der Schweiz.

Bis und mit 11. Dezember gingen in Zürich 161 Anrufe aus dem Kanton Zug ein. Der Rettungsdienst musste 139 Mal aufgeboten werden.