Zürich
Schüler lernen mit Babys, Aggressionen abzubauen

Zürcher Primarschulen greifen zu ungewöhnlichen Mitteln, um das Mobbing an Schulen zu bekämpfen. Schüler besuchen eine Familie mit einem Baby und sollen so lernen, Gefühle wahrzunehmen.

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Babys sollen Schulkindern dabei helfen, Aggressionen und Mobbing einzudämmen. (Symbolbild)

Babys sollen Schulkindern dabei helfen, Aggressionen und Mobbing einzudämmen. (Symbolbild)

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Vier Primarschulen in Zürich, Winterthur und Feldmeilen gehen einen neuen Schritt, um Mobbing einzudämmen. Die Schüler sollten während eines Schuljahres eine Familie mit einem Baby neun Mal besuchen und so lernen, die Entwicklung des Babys zu beobachten und seine Gefühle und Intentionen zu benennen.

Begleitet werden die Schüler dabei von einer «Roots of Empathy»-Trainerin. Zudem werden vor- als auch nachbereitete Schulstunden als Ergänzung gestaltet.

Mitgefühl entwickeln dank Baby

Durch das Baby sollen die Schulkinder lernen, wie sie ihre eigenen wie auch die Gefühle anderer besser wahrnehmen können. Dies ist ein wichtiger Bestandteil, um Mitgefühl zu entwickeln und somit das Mobbing einzudämmen.

«Roots of Empathy» ist eine kanadische Organisation, die sich den gegenseitigen respektvollen Umgang, sowie die Eindämmung von Mobbing und Aggressionen auf die Flagge geschrieben hat. Das Schweizer Pilotprojekt wurde von Ashoka Schweiz initiiert, einer Organisation zur Förderung sozialer Unternehmen. Fachlich unterstützt wird es von der Pädagogischen Hochschule Zürich und gefördert durch die UBS Optimus Foundation. (sda)