Bildung

Schüler erhalten weiterhin zwei Zeugnisse pro Jahr

(Symbolbild)

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Der Zürcher Kantonsrat ist erfreut, dass der Bildungsrat in der Frage der Schulzeugnisse rasch zurückgekrebst ist. Er wollte - zur Entlastung des Lehrpersonals - die Zahl der Zeugnisse reduzieren, kam aber auf Druck des Kantonsrates darauf zurück.

Eine Parlamentarische Initiative (PI) von SVP, FDP und CVP verlangte eine gesetzliche Verankerung der semesterweisen Ausstellung von Zeugnissen, um Druck auf den Bildungsrat zur Rücknahme seines Beschlusses auszuüben.

Nachdem der Bildungsrat im Frühling eine Anpassung des Zeugnisreglements im Sinne des Kantonsrats vorgenommen hatte, erachtete dieser die Änderung im Volksschulgesetz als nicht mehr nötig. Am Montag lehnte er nun die Parlamentarische Initiative, die er im März noch mit 127 Stimmen vorläufig unterstützt hatte, mit 137 zu 1 Stimme ab.

Die jährlich zwei Zeugnisse seien nötig, damit «die Eltern wissen, wo ihre Kinder leistungsmässig stehen», sagte Anita Borer (SVP, Uster), eine der Unterzeichnerinnen der PI «Kein Qualitätsabbau in der Volksschule». Das Ziel sei nun erreicht und auf den Gesetzesartikel könne verzichtet werden. «Gesetze wollen wir nur schaffen, wenn dies zwingend notwendig ist».

Der Bildungsrat hatte im März 2012 beschlossen, dass in der 2. bis zur 5. Primarschulklasse nur noch ein Zeugnis am Ende des Schuljahres ausgestellt werden soll. Mit dieser Massnahme im Rahmen des Projektes «Belastung - Entlastung im Schulfeld» wollte er die Klassenlehrerinnen und -lehrer entlasten.

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