Mehrere junge Frauen hatte er mit seinen Operationen entstellt. Jetzt gibt der umstrittene Schönheitschirurg Peter Meyer-Fürst auf: er verzichtet auf eine Berufsbewilligung, wie heute die NZZ berichtet. Nachdem die missglückten Operationen des Chirurgen durch eine Kassensturz-Sendung im Februar 2015 publik wurden, tauchten die Bilder von verkümmerten Ohrmuscheln und vernarbten Brüsten als Ergebnisse seiner Arbeit in allen Medien auf. Dies, nachdem er schon in den 90-er Jahren wegen unsauberen Brustoperationen für Aufruhr sorgte.

Schon 2009 hatte die Zürcher Gesundheitsdirektion dem Arzt die Berufsbewilligung verweigert. Nach einem Rekurs Meyer-Fürsts konnte dieser jedoch weiter operieren. Nach der Ausstrahlung der neuen Fälle im Kassensturz leitete die Gesundheitsdirektion ein Aufsichtsverfahren ein, verbunden mit einem vorsorglichen Operationsverbot. Peter Meyer-Fürst bezeichnete sich als Opfer einer Hetzjagd und verteidigte sich mit der Erklärung, die Patientinnen hätten sich nicht an die ärztlichen Anweisungen gehalten. Seinen freiwilligen Verzicht auf die Berufsbewilligung erklärt er mit gesundheitlichen Gründen.