Kommentar

Schnelle Velowege sind schneller nötig

(Archivbild)

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Eine seit 16 Jahren dringliche Lückenschliessung im kantonalen Radwegnetz ist jetzt beschlossen.

Velos sind als Verkehrsmittel der Zukunft zu bevorzugen: Man kommt mit ihnen im Nahverkehr umweltschonender und oft schneller von A nach B als mit dem Auto, dessen Effizienz durch Staus und Parkplatzsuche beeinträchtigt wird. Und: Wer die kurzen Strecken im Alltag auf dem Velo zurücklegt, ist fitter, was der Gesundheit guttut. Dennoch fehlt es oft an guten — sprich: schnellen und sicheren — Velowegverbindungen. Das hat damit zu tun, dass das Velo in der Politik oft als zweit- oder drittrangiges Verkehrsmittel behandelt wird. Das Beispiel der Radweglücke im Säuliamt, deren Schliessung der Kantonsrat gestern beschlossen hat, spricht in diesem Zusammenhang Bände.

Schon vor 16 Jahren wurde die Lückenschliessung zwischen Knonau und Mettmenstetten vom Regierungsrat für dringlich erklärt. Doch erst jetzt ist der Kredit dafür bewilligt. Und noch immer gab es aus den Reihen der SVP und EDU Stimmen, die fanden, eine umwegreiche, weniger sichere Lösung täte es auch — selbst wenn dies eine Verzögerung um mehrere Jahre zur Folge hätte. Immerhin: Die Mitte-Links-Mehrheit von der FDP bis zur AL sah es anders.

Dank ihr kann der Veloweg auf der direktesten Strecke nun gebaut werden, vorbildlich durch einen Grünstreifen von der Tempo-80-Strasse abgetrennt. Allein: Wenn für die dringliche Schliessung jeder Lücke im Radwegnetz mehr als 16 Jahre ins Land ziehen, dauert es eine halbe Ewigkeit, bis sich das Velo als gleichwertige Alternative zum Auto im Nahverkehr breitenwirksam durchsetzen kann. Schnelle Radwege sind schneller nötig.

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