Schnee
Schneechaos fordert Rettungskräfte und legt Bus- und Tramverkehr auf Eis – Zoo-Pinguine sind in ihrem Element

Seit dem 14. Januar schneit es fast unaufhörlich. In der Folge ist die Verkehrssituation im Limmattal und im Kanton sehr angespannt – diverse Rettungsdienste sind konstant im Einsatz.

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Ob die Dietiker Feuerwehr, Schutz & Rettung Zürich oder die Kantonspolizei: Die Rettungsdienste sind wegen des massiven Schneefalls auf Trab. So schreibt die Kantonspolizei am frühen Freitagnachmittag von mehr als 200 Unfällen seit Donnerstagmorgen. Zwölf davon führten zu Verletzungen, ein 75-Jähriger Fussgänger wurde bei einem Unfall gar schwer verletzt. Ferner kam es zu diversen technischen Pannen, gesperrten Strassen wegen umgefallenen Bäumen und nicht zuletzt auch einem kompletten Ausfall des Bus- und Tramnetzes in der Stadt Zürich.

Auch wenn die Schneelandschaften sehr malerisch sind – sie bergen ein grosses Unfallrisiko. Im Bild: die Reppisch in Dietikon.
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So hat beispielsweise die Feuerwehr Dietikon viel zu tun.
Nach eigenen Angaben ist sie schon seit Donnerstag Nachmittag dran, Äste und Bäume von den Strassen zu räumen.
Letzteres schreibt sie auf ihrem Twitter-Account. Diesen hat sie Ende letzte Woche eingerichtet.
Der Kronenplatz in Dietikon musste teils abgesperrt werden. Grund sind hierbei ebenfalls abgebrochene Äste.
Ein eingeschneites Auto.
Ein Schneepflug in der Nähe des Löwenzentrums.
Der Schnee schafft es sogar, die ansonsten omnipräsente Limmattalbahn-Baustelle zu kaschieren.
Noch extremer sind die Umstände in der Stadt Zürich, wo der Schneefall den Tram- und Busbetrieb komplett auf Eis legte.
Hier werden Schneeketten an einem Rettungswagen von Schutz und Rettung ZH angebracht.
Schutz und Rettung ZH ist derzeit viel umworben.
So auch in diesem Fall: Durch die Schneelast stürzte ein Baum auf drei Personenwagen. Schutz und Rettung ZH musste ausrücken, um diese zu befreien.
Der Einsatz dauerte etwa zweieinhalb Stunden und forderte, dass die grossen Stücke mit Pionierfahrzeug hochgehoben und dann mit der Kettensäge zerlegt wurden.
Es überrascht nicht, dass die Stadtpolizei Zürich davor warnt, unter Bäumen unterwegs zu sein.
Seit dem 14. Januar hat sie mehr als 300 Einsätze erledigt. Laut eigenen Angaben seien ein Grossteil auf die heftigen Schneefälle zurückzuführen.
Zürich zeigt sich in einem weissen Kleid.
Auch in der Natur (hier am Egelsee) offenbaren sich Szenen, die an Monet-Gemälde erinnern.

Auch wenn die Schneelandschaften sehr malerisch sind – sie bergen ein grosses Unfallrisiko. Im Bild: die Reppisch in Dietikon.

Severin Bigler

Doch gibt es trotz angespannter Lage auch Good News: Die Pinguine des Zoo Zürich konnten sich im Schnee austoben. Da der Zoo coronabedingt geschlossen ist, konnten die putzigen Seevögel dies ohne störende Zuschauer. Auch die Flamingos liessen sich durch den Schnee nicht beeindrucken.

Ausserdem wird der Dietiker Skilift Röhrenmoos am Samstag nach Jahren wieder in Betrieb genommen.