2014 wurden bei den sechs Friedensrichterämtern insgesamt 437 Schlichtungsgesuche weniger eingereicht als im Jahr zuvor. Eine stichhaltige Erklärung für den Rückgang gebe es nicht, schreibt der Verband der Friedensrichter und Friedensrichterinnen des Bezirks Zürich in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die Friedensrichter mussten sich vor allem mit Konflikten aus dem täglichen Leben befassen: Nachbarschaftsstreit, erbrechtliche Klagen, Änderung von Unterhaltszahlungen und dergleichen. Bei 904 der Gesuche ging es um Arbeitsrechtliches: Arbeitszeugnis, Ferienanspruch, Kündigung und ähnliches.

Bei den Schlichtungsgesuchen, die abgeschlossen werden konnten, ging es um einen Gesamt-Streitwert von 448 Millionen Franken. Dabei wurde auch um Summen gestritten, die nur subjektiv von den Betroffenen aus gesehen einen Gang zum Friedensrichter rechtfertigten: Der kleinste Streitwert betrug 25 Franken, wie es in der Mitteilung heisst. Beim grössten ging es um 97 Millionen.