Ständeratswahlen

Schlatter tritt zum zweiten Ständerats-Wahlgang an — Moser zieht sich zurück

Schlatter belegte am Sonntag überraschend den vierten Platz. (Archivbild)

Schlatter belegte am Sonntag überraschend den vierten Platz. (Archivbild)

Marionna Schlatter hat sich entschieden: Die Präsidentin der Zürcher Grünen tritt zum zweiten Wahlgang für den Ständerat an. Sie hatte am Sonntag 95'142 Stimmen erhalten und lag damit deutlich vor ihrer Grünliberalen Konkurrentin Tiana Angelina Moser.

Die Grünen freuen sich, dass sich Schlatter für den zweiten Wahlgang zur Verfügung stellt, wie die Partei am Montag mitteilte. Es sei Zeit für eine Frau und eine ökologische Stimme in der Zürcher Ständeratsdelegation. Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Ergebnisse, hatte Schlatter signalisiert, dass sie sich nicht aus dem Rennen nehmen will.

Mit ihrem Entscheid setzt sie Moser unter Zugzwang. Damit die linksgrünen Stimmen gebündelt und nicht auf zwei Kandidatinnen verteilt werden, müsste diese sich jetzt zurückziehen.

Schlatter belegte am Sonntag überraschend den vierten Platz. Bereits im ersten Wahlgang schaffte es der bisherige SP-Vertreter Daniel Jositsch. Der bisherige FDP-Ständerat Ruedi Noser erreichte den zweiten Platz, verpasste aber das absolute Mehr. Auf dem dritten Platz landete SVP-Nationalrat Roger Köppel. (sda)

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