Trotz Warnhinweisen der Behörden hätten sich die Gaffer teilweise in grosse Gefahr begeben, wie die Zürcher Kantonspolizei in ihrer Schlussbilanz vom Mittwoch schreibt. Durch Überflutungen, Murgänge und Erdrutsche gab es im Kanton Zürich Sachschäden an Gebäuden, landwirtschaftlichen Kulturen sowie an Strassen und Gleisen. Die Gesamtschadensumme kann gemäss Polizei noch nicht beziffert werden.

Die Feuerwehren rückten insgesamt über 500 Mal aus, vor allem wegen überfluteten Kellern und Gärten oder Erdrutschen. Die in den letzten Jahren von der Zürcher Baudirektion getroffenen organisatorischen und baulichen Hochwasserschutz-Massnahmen hätten sich bewährt, heisst es in der Mitteilung.

Als Beispiel erwähnt wird die vorsorgliche Absenkung des Sihlsee-Pegels vor Einsetzen der starken Regenfälle. Dadurch habe die nachfolgende Hochwasserspitze in der Sihl gedämpft werden können.

An verschiedenen Orten hätten Hochwasserrückhaltebecken die Überflutung von Dörfern verhindert - zum Beispiel bei Affoltern am Albis und Maschwanden. Wirkung gezeigt habe auch der im Zuge des Thurauenprojektes verbesserte Hochwasserschutz von Ellikon am Rhein. Dank mobilen Hochwasserschutz-Elementen, die von der Feuerwehr installiert wurden, sei das Dorf nicht wie beim grossen Hochwasser im Jahr 1999 überflutet worden.