Sexualstraftaten
Schändung im Aufwachraum: 4 Jahre Gefängnis für Krankenpfleger

Das Bezirksgericht Zürich, das am Donnerstag einen Pfleger wegen mehrfacher Schändung schuldig gesprochen hat, hält die Aussagen der elf Opfer für glaubwürdig. Die Frauen hätten alle ähnliche Vorfälle geschildert und sich vorher nicht gekannt.

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Keystone

Ein ehemaliger Pfleger des Zürcher Universitätsspitals ist am Donnerstag zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Zudem wurde er mit einem drei Jahre dauernden Berufsverbot belegt. Das Bezirksgericht Zürich sprach ihn der Schändung von Patientinnen schuldig.

Der 47-Jährige muss den Klägerinnen Genugtuungs-Zahlungen von je 10'000 Franken bezahlen. Er hatte 11 frisch operierte Frauen im Aufwachraum belästigt. Er massierte den wachen, aber dennoch wehrlosen Frauen, die Brüste, griff ihnen zwischen die Beine und drückte ihre Hände an sein Geschlechtsteil.

Die Opfer sagten in den Befragungen übereinstimmend aus, dass sie im Aufwachraum des Zürcher Universitätsspitals von einem Pfleger mit Lavendelgeist an den Brüsten massiert worden seien.

In einigen Fällen griff der 47-jährige schweizerisch-kroatische Doppelbürger den frisch operierten Frauen auch zwischen die Beine und drückte ihre Hände an sein Geschlechtsteil.

Die Opfer seien zwar medizinisch wach gewesen, sagte der Richter bei der Urteilseröffnung. Wegen der kurz zuvor erfolgen Operation seien sie aber nicht fähig gewesen, Widerstand gegen die Übergriffe zu leisten.