Hauptbahnhof

SBB schliesst Zug-WCs, damit es den Bauarbeitern nicht mehr stinkt

Den Bauarbeitern der Durchmesserlinie tropfen Fäkalien auf den Kopf

Den Bauarbeitern der Durchmesserlinie tropfen Fäkalien auf den Kopf

Um den Arbeitern auf der Baustelle des Zürcher Bahnhofs Löwenstrasse einwandfreie Arbeitsbedingungen zu schaffen, hat die SBB ein umfangreiches Massnahmenpaket erarbeitet. Rinnen werden installiert und in verschiedenen Zügen die WCs geschlossen.

Die Baustelle für den neuen Bahnhof Löwenstrasse befindet sich direkt unter den Gleisen 11 bis 14 des Hauptbahnhofs Zürich. Entsprechend waren die Bauarbeiter seit Mitte September von Abwasser aus offenen Zugstoiletten betroffen. Zur Lösung wurde eine Abdeckung installiert, welche jedoch nicht ausreichte. Daraufhin bestreikte die Gewerkschaft die Baustelle.

SBB-Arbeiter protestieren in Zürich

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Nun lenkt die SBB ein und ergreift weitere Massnahmen gegen die Bedingungen auf der Baustelle. Unter den betroffenen Gleisen wird eine neue Rinne montiert, um allfälliges Restwasser aufzufangen. Zur Montage werden die Geleise gesperrt. Zusätzlich verkehren alle Direktzüge zwischen Konstanz und Biel ab morgen Abend mit Wagen, die geschlossene Toiletten haben. Kurze Züge werden vor der Baustelle zum Stehen gebracht, bei längeren Zügen werden vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof Zürich die Toiletten der ersten vier Wagen durch das Zugpersonal abgeschlossen. Für die Passagiere stehen ab morgen mobile Toiletten an den Perrons.

Im Gegenzug verlangt die SBB von der Unia, dass sie den Zürcher Hauptbahnhof wieder freigibt.  (san)

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