Billettverkauf
SBB lenkt ein: Bahnhofsreisebüro Zürich Wipkingen muss nicht schliessen

Die SBB hat eingelenkt. Das Bahnhofsreisebüro Zürich Wipkingen muss nun vorerst doch nicht schliessen. Drittverkaufsstellen können bis Ende 2020 weiterhin Bahnbillette verkaufen.

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Das Bahnhofsreisebüro Zürich Wipkingen bleibt vorerst geöffnet.

Das Bahnhofsreisebüro Zürich Wipkingen bleibt vorerst geöffnet.

Quartierverein Wipkingen

Im Sommer kündigte das Bahnhofreisebüro Zürich Wipkingen an, auf Ende Jahr definitiv zu schliessen, weil die SBB aus dem Billettverkauf durch Drittpartner aussteigen wollen. Die SBB haben nun allerdings eingelenkt. Drittverkaufsstellen können bis Ende 2020 weiterhin Bahnbillette verkaufen und Serviceleistungen anbieten, wie die "NZZ" berichtet.

Der Grund dafür ist der breite Widerstand, der sich in der ganzen Schweiz gegen das Tempo der digitalen SBB-Strategie formierte. Nachdem die SBB ihren Entscheid, Anfang 2018 den bedienten Billettverkauf einzustellen, kommuniziert hatten, erreichte sie innert weniger Monate eine Petition mit über 30'000 Unterschriften.

Neue Verträge

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) nahm daraufhin die SBB in die Pflicht. Die Bundesbahnen wurden beauftragt, allen Drittverkaufsstellen, deren Vertrag Ende Jahr ausläuft, einen neuen Vertrag anzubieten, der den Betrieb bis Ende 2020 aufrecht erhält, heisst es im Bericht.

Das Wipkinger Büro gehört zu den schweizweit 52 Verkaufsstellen, die ein Bahnbillettangebot auf Kommissionsbasis anbieten. Betrieben werden diese von Migrolino, Avec-Shops, Poststellen oder von privaten Stationshaltern.