Im vergangenen Jahr erreichten die SBB-Züge auf dem Zürcher S-Bahnnetz 145 von 158 möglichen Punkten bei der Pünktlichkeit. Damit liege diese 15 Punkte über dem vereinbarten neutralen Ziel, teilten SBB und ZVV am Dienstag mit. Zum guten Ergebnis beigetragen habe auch das schneefreie Jahresende. Von Juli bis Dezember 2016 gab es die maximale Punktzahl.

Gute Noten erteilten die Fahrgäste im vergangenen Jahr für die Sauberkeit von Bahnhöfen und Zügen. Bislang lagen sie stets im neutralen Bereich. Damit wird zum ersten Mal seit Einführung der Zielvereinbarung zwischen ZVV und SBB ein Bonus in diesem Bereich entrichtet. Zum deutlich besseren Resultat trugen laut Mitteilung die neuen Recyclingstationen bei.

Beurteilt wurde auch das Störungsmanagement. Dabei wurden die Zielvorgaben erfüllt und teilweise übertroffen. Insgesamt ergibt sich ein Bonus von 2,6 Millionen Franken, den der ZVV an die SBB entrichtet. Das ist der grösste Bonus seit der Einführung der Leistungsbeurteilung im Jahr 2006.

Anreize zur Verbesserung

Die Gesamtsumme ist mit den Vorjahren aber nur bedingt vergleichbar, wie es in der Mitteilung heisst. So wurden 2014 und 2015 die Informationen im Störungsfall nicht bewertet, da der ZVV eine neue Messmethode eingeführt hat. Seit Einführung des Bonus-Malus-Systems hat der ZVV rund 4,36 Millionen Franken Bonus entrichtet und 4,67 Millionen Franken als Malus eingefordert.

Durch die regelmässige Kontrolle werden Stärken und Schwachstellen identifiziert und Anreize zur Verbesserung gesetzt, wie es in der Mitteilung heisst. Im vergangenen September unterzeichneten ZVV und SBB eine neue Zielvereinbarung und legten unter anderem die qualitativen Ziele für die Jahre 2016 bis 2021 fest.