Wie in den Vorjahren zogen sich die meisten Personen Schnittverletzungen zu (416), wie es in der Schlussbilanz von Schutz & Rettung vom Sonntag heisst. 366 Patienten mussten wegen übermässigen Alkohol- und/oder Drogenkonsums betreut werden.

Unfall-Bilanz der Street Parade

Unfall-Bilanz der Street Parade

122 Partygänger wurden in der Patientensammelstelle überwacht und ausgenüchtert. Andere wiederum erlitten Kopfverletzungen, Kreislaufprobleme, Prellungen oder Knochenbrüche.

Heisseste Street Parade seit 2003

Heisseste Street Parade seit 2003

Neben mehrheitlich leichten bis mittelschweren Fällen gab es auch einige Schwerverletzte. Insgesamt 90 Personen wurden nach der Erstbehandlung vor Ort in eines der umliegenden Spitäler gebracht.

Auch auf dem übrigen Stadtgebiet wurde der Rettungsdienst überdurchschnittlich stark in Anspruch genommen: So musste er insgesamt 290 mal ausrücken. Das sind vier mal so viele Einsätze wie an einem gewöhnlichen Samstag.

Wegen der Street Parade wurden zusätzlich rund 370 Einsatzkräfte aufgeboten. Damit standen während des Grossereignisses gegen 500 Personen aus allen Bereichen von Schutz & Rettung und ihren Partnerorganisationen im Einsatz.

Lärmklagen und Schlägereien

Für die Stadtpolizei verlief der späte Abend und die Nacht ohne grössere Zwischenfälle, wie es in ihrer Schlussbilanz heisst. Allerdings seien mehrere Lärmklagen eingegangen. Zudem wurden bei Schlägereien mehrere Personen leicht verletzt. Meistens waren dabei Alkohol und Drogen im Spiel.

Bis in der Nacht auf Sonntag nahm die Polizei insgesamt 34 Männer im Alter zwischen 18 und 43 Jahren fest. Dabei ging es unter anderem um Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung, Diebstahl oder verbotenes Waffentragen. Bislang wurden neun Personen wieder entlassen.

Detektive und Betäubungsmittelfahnder nahmen 15 Personen fest. Sie stellten rund 470 Ecstasytabletten, 260 Gramm Marihuana sowie kleinere Mengen Kokain, Amphetamin und MDMA sicher.

Am Samstagabend gegen 20 Uhr war zudem ein 28-jähriger Schwimmer beim Schanzengraben in eine Schiffsschraube geraten. Er erlitt schwere Beinverletzungen und musste notfallmässig operiert werden. Weshalb es zu diesem tragischen Zwischenfall kam, ist noch unklar.