Los geht es am 10. September. Das Eröffnungskonzert gestalten drei Künstler, welche die Saison massgeblich prägen: Lionel Bringuier, Yuja Wang und Esa-Pekka Salonen.


Briguier dirigiert unter anderem die "Symphonie fantastique" von Hector Berlioz. Das französische Repertoire nehme bei ihm eine wichtige Rolle ein, sagte er vor den Medien.
Die nächsten zwei Saisons steht Maurice Ravel im Mittelpunkt, wie Bringuier ausführte. Aber natürlich werde er auch Werke vom Barock bis zur Gegenwart dirigieren.
Die Pianistin Wang ist Artist in Residence. Sie spielt am Eröffnungsabend Prokofjews 2. Klavierkonzert. Von Salonen wird ein 25-minütiges Werk für Orchester und Chor uraufgeführt. Salonen ist der erste Inhaber des neu geschaffenen Creative Chair. Diese Position werde jeweils an einen Komponisten vergeben, der auch noch als Dirigent oder als Solist wirke. Salonen, bei dem Bringuier einst Assistent war, wird einen umfassenden Überblick über sein Werk im Bereich der Kammer- und Orchestermusik bieten.
Zudem sollen unterschiedliche Zielgruppen durch Workshops, Lectures oder Gesprächsrunden Einblicke in die Werkstatt des jeweiligen Creative-Chair-Inhabers erhalten.
Zeitgenössische Musik und aufregende Zeiten

Wichtig ist Bringuier und der neuen Intendantin, Ilona Schmiel, auch die Entwicklung eines Repertoires des 21. Jahrhunderts. Deshalb werden unter anderem neue Werke von Salonen, Rolf Martinsson und Georg Friedrich Haas aufgeführt.


Insgesamt werden 98 Konzerte im Grossen Saal und 42 im Kleinen Saal der Tonhalle sowie 68 Rahmenveranstaltungen angeboten. Tourneen führen das Orchester nach Deutschland, Frankreich und Österreich. "Allen stehen aufregende Zeiten bevor", sagte Simon Styles, Mitglied des Orchester-Vorstandes. Bald werden es jedoch auch noch unruhige Zeiten sein. Ab 2017 werden die Tonhalle und das angebaute Kongresshaus saniert.


Für mindestens drei Saisons muss man sich nach guten Übergangslösungen umsehen. Dies sei durchaus eine Herausforderung, sagte Martin Vollenwyder. Der ehemalige Finanzvorstand der Stadt Zürich sieht darin jedoch auch "Chancen, nicht nur Risiken".