"Sowohl die Zahlen stimmen als auch die Kunst", sagte Verwaltungsratspräsident Markus Notter am Freitag vor den Medien. In der zweiten Spielzeit von Intendant Andreas Homoki sei das Haus gut unterwegs, sagte Notter weiter. Das Betriebskonzept habe sich stabilisiert. Dieses sieht etwas weniger Neuproduktionen und eine kürzere Saison vor als in der Ära Pereira.

Das Opernhaus Zürich hat insgesamt 330 Vorstellungen präsentiert. Sie wurden von 233'021 Zuschauern besucht. Dies entspricht einer Auslastung von 83,8 Prozent (Vorjahr 86,1 Prozent).

Die Jahresrechnung weist einen Ertrag von rund 132,3 Millionen und einen Aufwand von 132 Millionen Franken aus. Die öffentliche Hand steuerte 81,1 Millionen bei, Sponsoren 8,4 Millionen (Vorjahr 7,6 Millionen). Hinzu kommen übrige Einnahmen in Höhe von 10,2 Millionen sowie betriebsfremde Erträge von 6,7 Millionen Franken.

Weniger Ticketeinnahmen

Aus dem Ticktverkauf resultieren 25,9 Millionen Franken, im Vorjahr waren es 27,5 Millionen Franken gewesen. Diesen Rückgang erklärte der Kaufmännische Direktor, Christian Berner, vor allem damit, dass auf der Hauptbühne fünf Vorstellungen weniger aufgeführt wurden. Zudem habe es mehr Ballett-Vorstellungen mit tieferen Eintrittspreisen gegeben sowie insgesamt eine tiefere Auslastung.

Der Eigenwirtschaftlichkeitsgrad (eigene Einnahmen in Prozent des Gesamtaufwandes) konnte von 36,4 Prozent auf 38,8 Prozent erhöht werden. Damit nehme das Opernhaus international einen Spitzenplatz ein.

Hausherr Andreas Homoki zeigte sich ebenfalls zufrieden. Das Haus präsentiere sich mit dem neu gestalteten Sechseläutenplatz "schöner als je zuvor". Ihm liege viel daran, das Opernhaus als Haus für alle zu positionieren. Mit der Live-Übertragung von "Rigoletto" auf den mit 10'000 Personen bevölkerten Platz, sei dies im Juni auf berührende Weise gelungen.