Auszeichnung
Ruth Schweikert erhält Zürcher Kunstpreis 2016

Die Schriftstellerin Ruth Schweikert erhält den mit 50'000 Franken dotierten Kunstpreis 2016 der Stadt Zürich. 20'000 Franken erhält die Musikerin und Dozentin Marianne Racine für allgemeine kulturelle Verdienste.

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Ruth Schweikert ist in Aarau aufgewachsen und lebt heute in Zürich.

Ruth Schweikert ist in Aarau aufgewachsen und lebt heute in Zürich.

Keystone

Ruth Schweikerts literarisches Werk sei engagiert, stets radikal und dicht an der Schmerzgrenze, heisst es in einer Mitteilung des Stadtrates vom Mittwoch. Schweikert sei bekannt für ihre multiperspektivischen und intensiven Liebes- und Familiengeschichten und sie gehöre zu den wenigen zeitgenössischen Schweizer Schriftstellerinnen mit internationaler Ausstrahlung.

Ihr Engagement gehe aber über das eigene Schreiben hinaus. Als Mentorin unterstütze sie den literarischen Nachwuchs, sie sei Netzwerkerin, Protagonistin und Sprachrohr der Schweizer Literaturszene. Ausserdem sei sie massgebliche Initiantin und Akteurin im literarischen Leben Zürichs.

Die in Schweden geborene Jazz-Vokalistin und -Pädagogin Marianne Racine hat ihre musikalische Laufbahn 1984 in Zürich im legendären Jazz-Lokal "Kindli" gestartet. Dank ihrer einnehmenden und offenen Art profitiere seither ein beachtlicher Teil der Zürcher Jazz-Szene von ihr als Netzwerkerin und Wegbereiterin. Gerade auch für die Frauen im Musikbusiness sei Racine ein Vorbild und eine hervorragende Motivatorin, schreibt der Stadtrat.

Vergabe neu regeln

Dem Gemeinderat beantragt der Stadtrat eine formale Neuregelung der kulturellen Auszeichnungen. Auf die zusätzliche Vergabe der wenig bekannten Medaillen (Hans-Georg-Nägeli-, Johann-Jakob-Bodmer- und Heinrich-Wölfflin-Medaille) als Auszeichnung für allgemeine kulturelle Verdienste soll künftig verzichtet werden.

Die Gesamtsumme von 70'000 Franken soll verbindlich auf 50'000 Franken für den Kunstpreis und 20'000 Franken für die Auszeichnung allgemeiner kultureller Verdienste verteilt werden.