Zürich
Rufe nach PUK im «Fall Carlos» werden in Zürich immer lauter

Nachdem am Mittwoch bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet hat, um die Weitergabe von Bildern aus Carlos' Zelle zu klären, werden in Zürich die Forderungen nach einer parlamentarischen Untersuchungskommission lauter.

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Oberugendanwalt Riesen (l.) und Justizdirektor Graf an eienr Medienorientierung im Fall Carlos Anfangs März. (Archiv)

Oberugendanwalt Riesen (l.) und Justizdirektor Graf an eienr Medienorientierung im Fall Carlos Anfangs März. (Archiv)

Keystone

Die immer neuen Wendungen im Fall Carlos sorgen im Zürcher Kantonsrat für Unverständnis und Kritik gegenüber der Justizdirektion. «Die Führung in der Justizdirektion ist ausser Rand und Band», wird CVP-Fraktionspräsident Philipp Kutter im Tages-Anzeiger zitiert.

Die Kritik richtet sich hauptsächlich an Justizdirektor Martin Graf und Oberjugendanwalt Marcel Riesen. So steht denn auch Riesens PR-Berater in Verdacht, die Bilder dem SonntagsBlick weitergeleitet zu haben.

BDP-Kantonsrat Rico Brazerol fordert einen Marcel Riesens Rücktritt und SP-Fraktionschef Markus Späth schlägt einen Ämtertausch zwischen Graf und Baudirektor Markus Kägi vor.

Debatte im Fall Carlos

Für CVP und SP ist der Einsatz einer parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK), wie sie die SVP gefordert hatte, durchaus eine Option. Kutter will abwarten, wie sich die Geschichte weiterentwickle.

Im Zürcher Kantonsrat steht am 14. April eine Debatte über den Fall Carlos auf dem Programm. (nch)