Vergleicht man den das Jahr 2017 gegenüber dem Jahr 2014, beträgt der Rückgang der Fremdplatzierungen sogar knapp 18 Prozent, wie aus dem KESB-Jahresbericht hervorgeht, der am Montag publiziert wurde.

Dieser Rückgang liegt gemäss Christina Müller, Vorstandsmitglied der KESB-Präsidienvereinigung, möglicherweise daran, dass die KESB heute früher involviert werden - nicht erst, wenn die Situation zwischen Eltern und Kindern eskaliert.

Oft seien andere Lösungen möglich. Eltern würden öfters die Hilfe von Beratungsstellen in Anspruch nehmen, statt abzuwarten. Behördliche Unterstützung solle erst nachrangig eingesetzt werden.

Es gibt gemäss Müller auch freiwillige Fremdplatzierungen, also wenn Eltern selber merken, dass sie Hilfe benötigen. Diese Fälle sind nicht in den KESB-Zahlen enthalten.

Höchster Anteil im Bezirk Affoltern

Im Kanton Zürich werden momentan knapp 3 Prozent der Kinder und Jugendlichen durch die KESB unterstützt. Am höchsten ist dieser Anteil im Bezirk Affoltern am Albis. Grund für diesen überdurchschnittlich hohen Anteil von 5,5 Prozent ist das Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende Lilienberg.

Bei den Erwachsenen werden gegenwärtig 1,1 Prozent der Bevölkerung durch eine KESB-Massnahme unterstützt.