Zürich
Rückgang der Schalterbesuche: Stadt legt Kreisbüros an drei Standorten zusammen

Aus zwölf mach drei: Das Bevölkerungsamt der Stadt Zürich führt in den nächsten fünf bis sieben Jahren die zwölf Kreisbüros an drei zentralen Standorten zusammen. Kündigungen soll es keine geben, die Dienstleistungen für die Bevölkerung bleiben gleich.

Merken
Drucken
Teilen
Auch die Kreisbüros in Zürich spüren den Wandel und Verschiebung der Ansprüche der Zürcher Bevölkerung. (Symbolbild)

Auch die Kreisbüros in Zürich spüren den Wandel und Verschiebung der Ansprüche der Zürcher Bevölkerung. (Symbolbild)

Sandra Ardizzone

Geplant sind die Standorte Stadthaus, das bestehende Kreisbüro 11 beim Bahnhof Oerlikon und ein noch zu bestimmender zentraler Standort in Zürich-West, wie der Zürcher Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Die drei Standorte seien verkehrstechnisch gut erschlossen und für 90 Prozent der Bevölkerung im jeweiligen Einzugsgebiet in maximal 20 Minuten zu erreichen.

In einem ersten Schritt sollen per Januar 2018 das Kreisbüro 8 ins Stadthaus und im ersten Quartal 2018 das Kreisbüro 5 ins Kreisbüro 4 umziehen. 8 und 5 sind die kleinsten Kreisbüros der Stadt.

Ansprüche verändern sich

Mit der Neupositionierung soll unter anderem der fortschreitenden Digitalisierung und dem veränderten Mobilitätsverhalten der Bevölkerung Rechnung getragen werden.

Die Ansprüche und Erwartungen der Zürcherinnen und Zürcher an die Verwaltung verändern sich und die Kreisbüros spüren diesen Wandel unmittelbar, wie es weiter heisst. "E-Government-Angebote werden häufiger genutzt, die Schalterbesuche nehmen trotz Bevölkerungswachstum ab."

Deshalb soll die Stadtbevölkerung neu unabhängig von ihrem Wohnort an allen drei Standorten alle Leistungen beziehen können. Zudem wird die Palette an E-Government-Angeboten ausgebaut und ein professionelles Callcenter für telefonische Auskünfte und Aufträge eingerichtet.

Keine Kündigungen, aber weniger Stellen

Die Stadt verspricht sich mit der Zusammenlegung Kosteneinsparungen von jährlich rund 1,9 Millionen Franken. Zudem würden die internen Abläufe vereinfacht, das Fachwissen der Mitarbeiter gebündelt und die Führungsstruktur gestrafft.

Kündigungen soll es keine geben, wie es weiter heisst. Allerdings rechnet die Stadt durch effizientere Abläufe und eine schlankere Organisation mit einer mittelfristigen Einsparung von einigen Stellen. "So werden zum Beispiel rund ein Drittel der heutigen Kaderstellen wegfallen." Die Reduktion soll über die natürliche Fluktuation erfolgen.