Lausanne/Zürich
«Roter Block» steht nicht unter Denkmalschutz und kann umgebaut werden

Dem geplanten Umbau der Arbeiterhäuser «Roter Block» im Zürcher Kreis 5 steht aus denkmalschützerischer Sicht nichts entgegen. Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Zürcher Vereinigung für Heimatschutz abgewiesen.

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Der «Rote Block» an der Ecke Albertstrasse/Röntgenstrasse.

Der «Rote Block» an der Ecke Albertstrasse/Röntgenstrasse.

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Der «Rote Block» entlang der Albert-, Röntgen- und Josefstrasse in Zürich wurde zu Beginn der 1920er-Jahre als Wohnkomplex für Arbeiter gebaut. Die 1993 ins Inventar der stadtzürcher Kulturgüter aufgenommenen Gebäude gehören heute der Baugenossenschaft des Eidgenössischen Personals.

Hofgebäude muss weg

Diese plant einen Umbau, indem zur Hofseite hin zusätzlicher Wohnraum erstellt werden soll. Entsprechend beschloss der Zürcher Stadtrat vor zwei Jahren, den Innenhof und das Hofgebäude, welches dem Umbau weichen muss, nicht unter Denkmalschutz zu stellen.

Nach dem Zürcher Verwaltungsgericht hat nun auch das Bundesgericht die dagegen erhobene Beschwerde der Zürcherischen Vereinigung für Heimatschutz (ZVH) abgewiesen. Diese hatte im Wesentlichen argumentiert, dass die von ihr verlangte wissenschaftliche Begutachtung zur Schutzwürdigkeit der Hofsituation unterblieben sei.

Externes Gutachten nicht nötig

Laut Bundesgericht wurde auf ein externes Fachgutachten jedoch zu Recht verzichtet. Es sei nicht ersichtlich, was dieses an Kenntnisgewinn bringen sollte. Das Verwaltungsgericht habe seinen Entscheid auf den Inventareintrag von 1993, eine Dokumentation des Amtes für Städtebau und auf weitere Unterlagen gestützt.

Auf dieser Basis habe es sich eingehend mit den kulturellen, städtebaulichen, geschichtlichen, künstlerischen und sozialhistorischen Charakteristika des «Roten Blocks» auseinandergesetzt. Die Beschwerde des ZVH sei damit unbegründet.