Wahlen 2019

Roger Köppel soll für Zürcher SVP einen Ständeratssitz erobern

Nationalrat Roger Köppel soll in den Ständerat. Die Zürcher SVP hat am Dienstagabend seine Kandidatur gutgeheissen. (Archivbild)

Nationalrat Roger Köppel soll in den Ständerat. Die Zürcher SVP hat am Dienstagabend seine Kandidatur gutgeheissen. (Archivbild)

Nationalrat Roger Köppel soll für die SVP des Kantons Zürich im Herbst einen Ständeratssitz erobern. Die 344 Delegierten haben sich am Dienstagabend in Zürich mit einer Gegenstimme für Köppels Nomination ausgesprochen.

Die Parteidelegierten folgten damit dem Vorschlag des Kantonalvorstandes. Der 54-jährige Köppel will vielen Bürgerinnen und Bürger eine Alternative zu den bisherigen Zürcher Ständeräten Daniel Jositsch (SP) und Ruedi Noser (FDP), bieten. Er müsse ein Gegengewicht schaffen zu den beiden EU-Turbos, betont der "Weltwoche"-Verleger immer wieder. Er wolle dieses Meinungskartell aufbrechen.

Im Zentrum von Köppels Wahlkampf steht das Rahmenabkommen. Diesen Fremdbestimmungsvertrag gelte es zu verhindern, sagte Köppel vor den Delegierten. Seine Motivation für den Wahlkampf sei es auch, die falsche Politik der andern Parteien - insbesondere der Grünen - aufzuzeigen.

Den Grünen geht es laut Köppel nämlich einzig um die Macht und das Geld, nicht ums Klima. "Sie wollen Vorschriften machen zu unserem Konsumverhalten und zurück ins Mittelalter", sagte Köppel. Zudem missbrauchten sie die Jugend für ihre Klimapolitik.

Köppel hatte sich im Januar sozusagen im Alleingang als Ständeratskandidat ins Spiel gebracht. Davor hatte schon Parteikollege Alfred Heer sein Interesse bekundet. Der Kantonalvorstand sprach sich dann für Köppel aus, Heer zog seine Kandidatur zurück.

Polit-Quereinsteiger Köppel wurde 2015 mit einem Glanzresultat in den Nationalrat gewählt. Er ist Mitglied der Aussenpolitischen Kommission. Laut Statistik fehlt Köppel von allen Ratsmitgliedern am häufigsten. Die eidgenössischen Wahlen finden am 20. Oktober statt.

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