Die Strassenopfer-Organisation Roadcross will jungen Leuten zeigen, was es bedeutet, unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren. An der Party «Drink+Drive» vom 9. November in Zürich dürfen Neulenker nach dem Konsum von Alkohol Auto fahren - im sicheren Rahmen auf einem abgesperrten, privaten Gelände.

Bei jedem Test wird ein Fahrsicherheitsexperte als Beifahrer dabei sein, wie Roadcross Schweiz in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Es soll den Fahrerinnen und Fahrern aufgezeigt werden, dass schon bei geringem Alkoholkonsum Reaktionszeit, Aufmerksamkeit und Sehleistung nachlassen.

Ab Anfang 2014 gilt für Neulenkende während einer Probezeit ein absolutes Alkoholverbot. Grund für die Massnahme ist die Tatsache, dass 18- bis 24-jährige Autofahrer viel häufiger in «Alkoholunfälle» verwickelt sind. Besonders häufig komme es zu «Discounfällen», also um Verkehrsunfälle, die sich in Wochenendnächten nach dem Ausgang ereignen, heisst es in der Mitteilung.

Mit der Party «Drink+Drive» will nun Roadcross eine alltägliche Situation schaffen, wie sie junge Erwachsene an Wochenenden im und nach dem Ausgang vorfinden: Sie sind unterwegs, feiern, fühlen sich trotz des Alkoholkonsums fit und fahrtauglich und setzen sich ins Auto.

Die eigene Wahrnehmung bezüglich Fahrtauglichkeit trügt erfahrungsgemäss oft. Wer getrunken hat, überschätzt sich leicht. Die Risikobereitschaft erhöhe sich und die Kritik- und Urteilsfähigkeit leide, heisst es in der Mitteilung. Das Gefühl, «alles im Griff zu haben», bleibe.

Die Testfahrer sollen nun selbst herausfinden, ob sie mit Alkohol im Blut noch gut unterwegs sind. Roadcross wird gemäss Mitteilung in den Monaten nach dem Event der Öffentlichkeit in einer gesamtschweizerischen Kampagne zeigen, dass es «nach Alkoholkonsum ganz einfach nicht möglich ist, mit derselben Sicherheit unterwegs zu sein wie im nüchternen Zustand».