"Es besteht eine Diskrepanz zwischen der Situation vor Ort und dem Richtplan", sagte Christian Lucek (SVP, Dänikon). "Es ist völlig klar, dass in Zukunft in Dübendorf weiter geflogen wird." Deshalb sei es wichtig, die aviatische Nutzung im Richtplan zu regeln, so wie man das auch für den Innovationspark gemacht habe.

Es brauche auch für die Aviatik sichere raumplanerische Grundlagen, sagte Alex Gantner (FDP, Maur). Es spreche deshalb nichts dagegen, die Pisten im Richtplan einzutragen. "Wichtig ist vor allem, dass die Optionen für eine aviatische Nutzung so lange wie möglich offen gehalten werden."

Mit der Unterstützung von FDP, CVP und EDU wurde die Motion der SVP gutgeheissen. 92 Parlamentarier sprachen sich dafür aus, 81 dagegen. Die Gegner betonten, dass die Planung des Flugbetriebs in Dübendorf beim Bund liege. Es brauche diesen Aktionismus nicht, da sich ja auch die Regierung für eine aviatische Nutzung ausgesprochen habe.

Kägi: "Der Ball liegt beim Bund"

Das aktuelle Richtplankapitel gebe die planungsrechtliche Situation korrekt wieder, betonte auch Regierungsrat Markus Kägi (SVP). Die Regierung werde bei der Ausgestaltung des Flugbetriebs eine aktive und konstruktive Haltung einnehmen. Aber: "Der Ball liegt im Moment beim Bund."

"Erst wenn die Sachpläne des Bundes für den Flugplatz Dübendorf erstellt sind - insbesondere das SIL-Objektblatt - müssen wir schauen, ob Anpassungen nötig sind." Dieses Objektblatt setzt den Rahmen für die Infrastruktur und den Betrieb des zivilen Flugfeldes.

Vor zwei Jahren hatte der Kantonsrat im kantonalen Richtplan behördenverbindliche Rahmenbedingungen für den Innovationspark auf dem Gelände des Militärflugplatzes geschaffen. Bereits damals hatte die SVP versucht, gleichzeitig den aviatischen Aspekt zu regeln - dannzumal jedoch noch erfolglos.

Der Flugplatz Dübendorf soll in Zukunft als ziviles Flugfeld mit Schwerpunkt Geschäftsluftfahrt genutzt werden. 2014 beschloss der Bund, das Areal des Militärflugplatzes Dübendorf für die Militäraviatik, die Zivilaviatik inklusive Businessaviatik und den Zürcher Innovationspark zu nutzen.