Schlieren
Richtiges Recycling, grosse Maschinen: Das Abfallfest macht Spass

Das Abfallfest auf dem Schlieremer Werkhof soll die Bevölkerung an die richtige Entsorgung von Müll erinnern. Gleichzeitig bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, alle Müllwagen und den Lastwagen für die Glasentsorgung einmal von Nahem zu sehen.

Anina Gepp (Text und Fotos)
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Nicht nur über Entsorgung konnte man etwas lernen: Patrick Mathez vom Spital Limmattal zeigt Besuchern die Ausstattung seines Krankenwagens.

Nicht nur über Entsorgung konnte man etwas lernen: Patrick Mathez vom Spital Limmattal zeigt Besuchern die Ausstattung seines Krankenwagens.

Anina Gepp

Die Fahrzeuge sind Markus Moosmanns ganzer Stolz. Der Bereichsleiter des Abfuhrwesens arbeitet seit 25 Jahren für das Schlieremer Abfallwesen und übt seine Aufgabe noch immer mit Herzblut aus. «Umso mehr freut mich das grosse Interesse der Schlieremer an unserer Arbeit», sagt er.

Schon kurz nach 10 Uhr trudeln am Samstag immer mehr Besucher im Werkhof ein und begeben sich auf einen Rundgang. Das Abfallfest finde zu einem idealen Zeitpunkt statt, so Moosmann. Denn bald soll in Schlieren über die Werkhoferweiterung und den Bau eines Asylheims beim Werkhof abgestimmt werden. «Ich hoffe, die Besucher finden heute nochmals Gelegenheit, darüber zu diskutieren», sagt er. Der Leiter des Werkhofs nutzt das Fest aber auch, um mit einem weitverbreiteten Vorurteil aufzuräumen. «Viele Schlieremer denken, das nach Farben sortierte Altglas werde zum Schluss wieder zusammengeschüttet», sagt er. Das Glas werde zwar im selben Lastwagen transportiert, allerdings sei die Ladefläche in drei Flächen unterteilt.

Publikumsmagnet am Abfallfest sind klar die drei Blaulichter. Ein Krankenwagen, ein Polizeiauto und ein Löschfahrzeug der Feuerwehr können am Abfallfest von Nahem betrachtet werden. Patrick Mathez vom Spital Limmattal zeigt Interessierten seinen Medikamentenkoffer mit Spritzen und Infusionen und demonstriert an einem Dummie, der auf einer Bahre liegt, wie erste Hilfe geleistet wird. Ausserdem dürfen die Kinder vorne im Krankenwagen Platz nehmen und das Blaulicht betätigen. Die pensionierte OP-Schwester Dora Bollinger ist beeindruckt von den Veränderungen, die es in den letzten Jahren in Krankenwägen gegeben hat. «Als wir früher ausgefahren sind, hatten wir nur halb so viele Instrumente dabei», sagt sie.

Polizist: Noch immer Kindertraum

Nebenan steht Enrico Piras vor seinem Polizeiwagen. Die Kinder beobachten das Szenario aus Distanz, werden plötzlich ganz kleinlaut, als der uniformierte Polizist vor ihnen steht. Doch Piras schafft es, den Kindern die Angst zu nehmen und zeigt ihnen, was ein Polizeiauto so mit sich führt. Die Kinder dürfen die schusssichere Weste ansehen und anziehen oder einen Polizeihelm aufsetzen. Für viele Kinder sei Polizist zu werden nach wie vor ein Traum, so Piras.

Die Feuerwehr Schlieren hält eine weitere Attraktion für die Besucher bereit. Mit einer Feuerwehrleiter fahren Schwindelfreie 32 Meter in die Höhe. Hans Mordasini und Peter Holthausen wagen die wackelige Fahrt und geniessen von oben den Ausblick über ganz Schlieren. «So haben wir unsere Stadt noch nie gesehen», sagt Holthausen.