Bundesverwaltungsgericht
Richter retten das alte Zürcher Nagelhaus vor dem Abriss

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden eines Mieters und eines Grundeigentümers gutgeheissen und entschieden, dass die Turbinenstrasse in einer alternativen Linienführung zu realisieren ist, bei der die zwei Häuser stehen bleiben können.

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Das Gebäude muss nun doch nicht abgerissen werden.

Das Gebäude muss nun doch nicht abgerissen werden.

Keystone

Die im Rahmen des Nationalstrassenprojekts Zürich West erforderliche Anpassung der Linienführung der Turbinenstrasse vom Maag-Areal zum Knoten Technopark ist seit Jahren umstritten. 2008 hatte es das Bundesverwaltungsgericht abgelehnt, das vom Kanton Zürich aufgelegte Projekt zu genehmigen.

Im vergangenen Juli gab das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) dann dem vom Kanton eingereichten geänderten Ausführungsprojekt seinen Segen. Bei dessen Realisierung müssten zwei alte Liegenschaften abgerissen werden.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden eines Mieters und eines Grundeigentümers nun gutgeheissen und entschieden, dass die Turbinenstrasse in einer alternativen Linienführung zu realisieren ist, bei der die zwei Liegenschaften stehen bleiben können. Der Entscheid kann noch ans Bundesgericht weitergezogen werden.

Laut Gericht sind die vom Uvek genehmigte Lösung und das Alternativprojekt nahezu gleich gut geeignet, die funktionsgerechte Erschliessung des Maag-Areals Plus zu erreichen

Urteil A-4832/2012 vom 1. Mai 2013