Insel Ufenau
Restaurant mit Baujahr 1681 wird saniert

Bis ins Jahr 2017 werden verschiedene Bauten der Zürichseeinsel für 6,5 Millionen erneuert.

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Seit 965 ist die Insel Ufenau im Besitz des Klosters Einsiedeln. KEYSTONE/Alessandro Della Bella

Seit 965 ist die Insel Ufenau im Besitz des Klosters Einsiedeln. KEYSTONE/Alessandro Della Bella

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Auf der Zürichseeinsel Ufenau sollen 2016 und 2017 für geschätzte 6,5 Millionen Franken das Restaurant und weitere Bauten und Infrastrukturen erneuert werden. Das Kloster Einsiedeln hat als Inselbesitzer das Baugesuch eingereicht. Kernstück der Anlage ist das 1681 erbaute «Haus zu den zwei Raben». Das barocke Gebäude sei in einem äusserst baufälligen Zustand, teilte das Kloster Einsiedeln gestern mit. Es müsse deswegen innen und aussen umfassend saniert werden.

Das heute genutzte Zelt wird abgebrochen und das «Haus zu den zwei Raben» wieder zum eigentlichen Gasthaus umfunktioniert. Die im Erdgeschoss eingebauten Kühlräume und Arbeitsflächen werden deswegen entfernt. Im Erdgeschoss wird sich künftig die Gaststube mit 80 Plätzen befinden, in den Obergeschossen gibt es Räume für Pächter und Personal. Im Holzanbau, der seit 1939 existiert, werden die Küche, ein Tageskühlraum und weitere Infrastrukturen untergebracht. Aus Platzgründen wird ein wesentlicher Teil der Kühlräume aus dem «Haus zu den zwei Raben» ausgelagert. Sie werden im Anbau der Scheune untergebracht. Die WC-Anlagen werden in den Schuppen verschoben.

Das Restaurant Ufenau hat Baujahr 1681.

Das Restaurant Ufenau hat Baujahr 1681.

Keystone

Zumthor-Projekt gescheitert

Für das Projekt verantwortlich sind die Architekten Pius Bieri und Frank Roskothen. Das ganze Projekt basiere auf dem Grundsatz, dass die künftige Nutzung innerhalb der bestehenden Gebäudehüllen möglich sei, teilte das Kloster mit. Die Grobkostenrechnung geht von Investitionen von 6,5 Millionen Franken aus. Bis zum Frühling 2016 soll die Finanzierung gesichert sein. Aus früheren Spenden sind bereits 1,85 Millionen Franken vorhanden.

Die Zürichseeinsel ist seit dem Jahr 965 im Besitz der Einsiedler Mönche. Ursprünglich wollte das Kloster das bestehende Restaurant durch einen Neubau ersetzen. Das Bundesgericht untersagte aber 2012 die Realisierung eines von Peter Zumthor ausgearbeiteten Projektes, weil es mit dem Moorschutz nicht vereinbar sei. Dem darauf ausgearbeiteten neuen Nutzungskonzept haben die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission und die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege zugestimmt. Die Mönche stimmten im März der Ausarbeitung des Bauprojektes zu. (sda)

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