Die BVK habe ein «anspruchsvolles Jahr» hinter sich, teilte die Finanzdirektion am Dienstag mit. Tiefe Zinsen, ein schwächelnder Dollar- und Eurokurs sowie die lediglich zögerliche Erholung an den Aktienmärkten hätten zu einer deutlich geringeren Rendite geführt.

Laut Mitteilung lag die Rendite 2010 bei 2,2 Prozent, 2009 hat diese noch 11,2 Prozent betragen. Mit ihren Vermögensanlagen erzielte die BVK einen Nettoertrag von 428 Millionen Franken.

Auf mehr als 104'000 deutlich angestiegen ist laut Finanzdirektion die Zahl der Versicherten. 2701 davon sind neue Aktivversicherte, 1280 beziehen neu eine Rente.

Mehr Rentenbezüger als Aktivversicherte

Damit hat der Anteil der Rentenbezüger stärker zugenommen (plus 4,8 Prozent) als jener der Aktivversicherten (plus 3,7 Prozent). Diese Entwicklung führe dazu, dass noch mehr Kapital mit dem technischen Zinssatz von 4 Prozent verzinst werden müsse, heisst es in der Mitteilung.

Mittlerweile beanspruchen 27 Prozent Rentenbezüger rund 46 Prozent des Kapitals. Dies sei der Grund, weshalb der Deckungsgrad weiter gefallen sei, schreibt die Finanzdirektion. Der technische Zinssatz solle deshalb von 4 auf den «realistischeren Ansatz» von 3,25 Prozent gesenkt werden, fordert sie.

Der Regierungsrat hatte bereits im vergangenen Oktober eine entsprechende Vorlage erarbeitet. Die für die Senkung des Zinssatzes erforderliche Teilrevision der Statuten ist derzeit pendent. Wenn der Deckungsgrad unter 90 Prozent beträgt, was nun im dritten Jahr in Folge der Fall ist, sind die Führungsorgane der BVK gezwungen, Massnahmen zu ergreifen.

Die Sparguthaben der Aktivversicherten werden nur mit 2 Prozent verzinst. Sie müssen im Vergleich zu den Rentnerinnen und Rentnern einen «Zinsverzicht» leisten, wie es im Kurzbericht der BVK heisst.

Ferner schreibt die Finanzdirektion, dass aufgrund der Korruptionsvorwürfe gegen den ehemaligen Anlagechef und aufgrund einer generellen Überprüfung mehrere externe Mandate gekündigt und zum Teil neu vergeben worden seien. Die Kosten der externen Mandate habe die BVK um 15 Prozent senken können. Im laufenden Jahr wird mit einer weiteren Abnahme gerechnet.