Die geplante Seilbahn soll den Bahnhof Stettbach direkt mit dem Zoo verbinden und so für die über 1,5 Millionen Zoobesucherinnen und Besucher die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr verbessern. Dies ist auch im Sinne der Raum- und Verkehrsplanung der Stadt Zürich und des Kantons, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte.

Ende 2011 legte die Baudirektion den Gestaltungsplan für die Zoo-Seilbahn fest. Dagegen gingen verschiedene Rekurse ein. Der Regierungsrat hält nun fest, dass der Gestaltungsplan grundsätzlich den gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf den Natur- und Landschaftsschutz entspricht.

Konzept zur Verkehrserschliessung nötig

Dass die öffentlichen Interessen, also die bessere Erschliessung des Zoos mit dem ÖV, höher gewichtet werden als die Interessen am Schutz der Landschaft und Natur, ist nach Meinung des Regierungsrats nicht rechtsverletzend. Alternative ÖV-Verbindungen seien ausreichend geprüft worden.

Zwingend notwendig seien aber gewisse Anpassungen und Ergänzungen der Gestaltungsplanvorschriften. Die Baudirektion hat entsprechende Anträge, die die Terraingestaltung, die Aussenmasse der Stationen und die Sicherstellung von archäologischen Überresten nicht berücksichtigt, wie es in der Mitteilung heisst.

Ausserdem brauche es zumindest grundsätzliche Vorschriften zur Erschliessung, also ein Verkehrskonzept. Der Regierungsrat hat hier die Rekurses teilweise gutgeheissen.

Zoo Seilbahn AG erfreut, trotzdem wird Weiterzug geprüft

Die Zoo Seilbahn AG ist erfreut über den Entscheid, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Frage der Verkehrserschliessung hat sie ihrer Ansicht nach allerdings bereits ausreichend abgeklärt, wie Andreas Hohl, VR-Delegierter Zoo Seilbahn AG, gegenüber der Nachrichtenagentur sagte. Daher prüfe sie nun einen Weiterzug ans Verwaltungsgericht.

Voraussetzung für den Bau der Zooseilbahn ist ausserdem eine Genehmigung durch den Bund. Diese wird erwartet, nachdem der kantonale Gestaltungsplan rechtskräftig geworden ist. Derzeit laufen Verhandlungen mit betroffenen Grundeigentümern, wie es in der Mitteilung heisst. Dabei geht es um den Erwerb der Rechte als Voraussetzung für den Betrieb der Seilbahn.