Zürich
Rekurs: Haus-zum-Falken-Nachfolger muss warten

Der Bescheid zum Rekurs lässt bis zu sechs Monate auf sich warten. Geplant ist ein fünfstöckiges Geschäftshaus mit Stahl- und Glasfassade mitsamt Untergrund-Velostation.

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Beim Bahnhof Stadelhofen ist ein weiteres Calatrava-Werk geplant.

Beim Bahnhof Stadelhofen ist ein weiteres Calatrava-Werk geplant.

zvg

Nachdem er den Bahnhof Stadelhofen fertiggestellt hatte, verschaffte sich der spanisch-schweizerische Architekt Santiago Calatrava mit Projekten wie dem Milwaukee Art Museum und dem World Trade Center Transportation Hub in New York Weltbekanntheit. Nun gäbe es am Bahnhof Stadelhofen in naher Zukunft eine weitere architektonische Meisterleistung von ihm zu bestaunen: das Haus zum Falken.

Allerdings ist gegen die Baubewilligung, welche die Stadt Mitte August erteilte, Rekurs eingegangen. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger». Der Baustart des 46-Millionen-Franken-Baus der Anlagestiftung der Axa-Versicherung verzögert sich also um noch bis zu sechs Monate – dies ist die Zeitspanne, in der das Baurekursgericht über den Rekurs entscheiden muss.

Wie Axa-Sprecher Urban Henzirohs gegenüber der Zeitung sagt, zielt der Rekurs aber nicht auf das Gebäude per se, sondern viel eher auf die Baustelleninstallation. «Wir sind darum optimistisch, dass wir dies mit dem Einsprecher bereinigen können.»

 Das Gebäude soll als Anlagestiftung der Axa-Versicherung dienen.

Das Gebäude soll als Anlagestiftung der Axa-Versicherung dienen.

Callatrava Valls/Pro Litteris

Geplant wäre gewesen, dass die Axa mit dem Ersatzbau für das Haus zum Falken bereits im Frühling dieses Jahres starten würde. Damit sollte das fünfgeschossige Geschäftshaus mit geschwungener Stahl- und Glasfassade und Untergrund-Velostation mit 850 Stellplätzen Ende 2022 bezugsbereit sein.

Die Präsentation des Projekts im Jahr 2016 sorgte für eine Kontroverse. Befürworter sahen im Gebäude eine «Hochseejacht», während kritische Stimmen von einem «gestrandeten Wal» sprachen. Allerdings befürwortete der Zürcher Gemeinderat den Gestaltungsplan schlussendlich klar.