Gegen den vom Stadtrat beschlossenen 2-Millionen-Kredit hat die AL Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat eingelegt, wie sie am Dienstag mitteilte.

Für die Gründung der Limmat Energie AG hat der Stadtrat im Sommer einen Kredit von 2 Millionen Franken bewilligt. Die Gründung dient dem Aufbau eines Energieverbunds, der die Abwärme des Klärwerks Werdhölzli nutzt. Daran beteiligt sind das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) und Energie 360° AG.

Gemäss AL sind die 2 Millionen Franken aber nicht der einzige Betrag, den die Stadt bislang in das Projekt gesteckt hat. Neben dem ewz habe auch die Dienstabteilung Entsorgung + Recycling (ERZ) bereits Ausgaben für das Fernwärmeprojekt getätigt. Die AL beruft sich dabei auf Informationen zum Budget 2016.

Zudem seien weitere Ausgaben für den Bau eines Infrastrukturgebäudes für die Wärmerückgewinnung geplant, das anschliessend an die Limmat Energie AG vermietet werden soll. "Damit ist aus Sicht der AL die Ausgabenkompetenz des Stadtrates, die bei maximal 2 Millionen Franken liegt, gesamthaft klar überschritten", heisst es in der Mitteilung.

Mit ihrem Stimmrechtsrekurs verlangt die AL einerseits, dass sämtliche stadträtlichen Kreditbeschlüsse in Sachen Limmat Energie AG aufgehoben werden, anderseits fordert sie einen sofortigen Ausgabenstopp. Ziel sei es, dass die Vorlage dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werde.