Zürich
Rekurs abgelehnt: Sitten-Polizisten waren zu stark mit dem Milieu verbandelt

Der Zürcher Stadtrat hat die Rekurse von zwei Zürcher Sittenpolizisten gegen ihre Versetzung abgewiesen. Der Mann und die Frau waren in die Affäre um die Bestechungsvorwürfe im Rotlichtmilieu involviert.

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Die Polizisten wurden aus ihren guten Jobs wegversetzt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sie mit dem Milieu verbandelt waren (Symbolbild).

Die Polizisten wurden aus ihren guten Jobs wegversetzt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sie mit dem Milieu verbandelt waren (Symbolbild).

Keystone

Weil sie zu eng mit dem Milieu verbandelt waren, erhielten sie neue Aufgaben.

Der Stadtrat habe die Versetzung der beiden bestätigt, sagte Robert Soos vom Polizeidepartement der Stadt Zürich am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda zu einer Meldung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Die beiden Betroffenen können diesen Entscheid noch vor den Bezirksrat weiterziehen.

Der Polizist und die Polizistin waren unter den fünf Mitarbeitenden der Fachgruppe Milieu- und Sexualdelikte der Zürcher Stadtpolizei, die im vergangenen November festgenommen worden waren. Gegen sie läuft immer noch ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit sowie Begünstigung, Amtsmissbrauch und weiterer Delikte.

Zwei dieser Mitarbeitenden der Sittenpolizei wurden entlassen, drei versetzt. Der dritte Versetzte akzeptierte den Personalentscheid gegen ihn. Die drei Sittenpolizisten waren zunächst vom Dienst suspendiert und anschliessend auf Detektivposten versetzt worden. Die Versetzung hatte für sie hohe Lohneinbussen zur Folge. (sda)