1. August

Reitverein rettet die Bundesfeier – nicht mehr Roger Köppel

Statt Veranstalter der Bundesfeier in Rüti ist SVP-Nationalrat Roger Köppel nun wie ursprünglich geplant deren Hauptredner.

Statt Veranstalter der Bundesfeier in Rüti ist SVP-Nationalrat Roger Köppel nun wie ursprünglich geplant deren Hauptredner.

SVP-Nationalrat Roger Köppel wurde zunächst als Festredner am 1. August in Rüti engagiert, dann bot er sich als Organisator an, jetzt ist er wieder Redner. Der Reitverein Zürcher Oberland übernimmt nun die Organisation der Bundesfeier in Rüti.

«Am 15. Mai musste der Gemeinderat schweren Herzens die offizielle 1. August-Feier 2018 mangels organisierendem Verein absagen», schreibt die Gemeinde Rüti in einer Mitteilung. In der Zwischenzeit sei nun der Reitverein Zürcher Oberland mit dem Angebot, die Feier zu organisieren, auf den Gemeinderat zugekommen. «Der Gemeinderat dankt dem Reitverein bestens für sein Engagement und freut sich, auch in Absprache mit der SVP Rüti und dem Festredner, dass nun eine sympathische und stimmungsvolle 1. August-Feier 2018 stattfinden kann», schreibt der Gemeinderat weiter. «Die Feier in Rüti ist somit gerettet», sagt Thomas Ziltener, Rütner Gemeindeschreiber. «Der Reitverein Zürcher Oberland passt zum Konzept, das wir in Rüti haben.»

Ein Hin und Her

In den letzten beiden Wochen veränderte sich die Sachlage zur Rütner
1.-August-Feier ständig. Erst wurde die Feier vom Gemeinderat abgesagt, dann meldete sich SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel zu Wort. Er war bereits im vergangenen Winter von der örtlichen SVP als Festredner engagiert worden. Plötzlich hatte Rüti also einen Redner, aber kein Fest. Also wollte Köppel die Sache selber anpacken und kündigte die Organisation der Feier an. Dies wiederum passte aber nicht ins Konzept der Gemeinde: Das Fest muss demnach von einem Verein oder einer Partei organisiert werden.
So rückte die Rütner SVP wieder in den Fokus: Würde sie die Feier gemeinsam mit Roger Köppel organisieren? Parteipräsident Rolf Tremp kommunizierte daraufhin, dass er dies an einer ausserordentlichen Parteiversammlung mit seinen Kollegen innert einer Woche besprechen werde. Dies dürfte nun nicht mehr nötig sein, da mit dem Reitverein ein Organisator gefunden ist.

«Dass die 1.-August-Feier vom Reitverein durchgeführt wird, ist im Sinne aller. Die SVP, der Gemeinderat und auch der Festredner sind zufrieden mit dieser Lösung», sagt Tremp. «Wir haben unsere Kräfte gebündelt und konnten so doch noch einen geeigneten Verein finden.» Er hoffe, dass sich die Bürger mit ihm freuen. «Roger Köppel wird wie ursprünglich vorgesehen als Festredner agieren», sagt Gemeindeschreiber Ziltener.

Dies erfreut Köppel selbst. «Ich gratuliere dem Gemeindepräsidenten Peter Luginbühl, dass er den Reitverein überzeugen konnte. Grossartig. Das ist eine Win-win-Situation für alle. Ich freue mich sehr auf die Bundesfeier in Rüti», sagt der SVP-Nationalrat.
Dass sich der Reitverein nicht schon von Anfang an zur Verfügung stellte, hat seine Gründe. «Das liegt daran, dass wir sehr viele Anlässe haben und so ein Fest die Mithilfe von vielen Mitgliedern bedingt», sagt Thomas Gaberthüel, Präsident des Reitvereins Zürcher Oberland. «Wir haben im Reitverein dann aber am Freitag vor einer Woche beschlossen, dass es nicht sein darf, dass Rüti keine 1.-August-Feier bekommt.»
Der Zeitpunkt des Fests treffe sich nun gut mit einem anderen Anlass. «Am 21. und 22. Juli führen wir bei uns in der Reithalle Rüti einen Concours durch. Das Zelt, das wir dafür mieten, können wir dann gleich für das Fest am 1. August stehen lassen.»

Reitverein organisiert lieber allein

Dass sie nun trotzdem als Organisatoren agieren, habe nicht den Hintergrund, dass sie die Durchführung des Anlasses durch Roger Köppel verhindern wollten, sagt Gaberthüel. «Wenn Roger Köppel kommt, zieht das sicher auch viele Leute an.» Sie würden das Fest allerdings ohne seine Unterstützung organisieren. «Wir sind ein eingespieltes Team. Es wäre mühsamer, wenn dann da noch andere mitwirken würden.»

Die Durchführung habe auch den positiven Effekt, dass auch ein wenig Geld in die Vereinskasse gespült werde. «Dass wir als Verein dabei etwas verdienen, ist natürlich super. Aber das ist ja der Gedanke eines jeden Vereins.»

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