Gewalt im Sport
Regierungsrat will einheitliche Umsetzung des Hooligan-Konkordats

Da die Fussballsaison 2013/14 bereits Mitte Juli beginne, setze der Regierungsrat die beschlossene Gesetzesänderung zusammen mit der von ihm erlassenen neuen Vollzugsverordnung auf den 1. August in Kraft.

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(Symbolbild)

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Keystone

Der vom Zürcher Stimmvolk am vergangenen Wochenende gutgeheissene Beitritt zum verschärften Hooligan-Konkordat tritt am 1. August in Kraft. Ein Controlling durch die Sicherheitsdirektion soll sicherstellen, dass die neuen Bestimmungen innerhalb des Kantons einheitlich vollzogen werden.

Nach der sehr deutlichen Zustimmung der Stimmbevölkerung (85,5 Prozent Ja Stimmen) bestehe die Erwartung, die geänderten Bestimmungen möglichst bald in Kraft treten zu lassen, heisst es in der Mitteilung des Regierungsrates vom Freitag.

Der Inkraftsetzungsbeschluss und die neue Verordnung können innerhalb einer Frist von 20 Tagen beim Verwaltungsgericht angefochten werden.

Mit dem Beitritt zum verschärften Hooligan-Konkordat benötigen Fussball- und Eishockeyvereine der obersten Spielklasse eine Bewilligung. Die Veranstalter müssen sich an Auflagen bezüglich Alkoholausschank, Fan-Transport und der Anzahl Sicherheitskräfte halten. Private Sicherheitsdienste dürfen Matchbesucher zudem künftig über den Kleidern nach gefährlichen Gegenständen abtasten.

Gemeinden erteilen Bewilligungen

Der Regierungsrat hat mit der Verordnung die Zuständigkeiten für diese Massnahmen festgelegt. Die Erteilung der Bewilligung zur Durchführung von Spielen mit Auflagen oder die Ermächtigung von privaten Sicherheitsunternehmen werden den Gemeindebehörden der Austragungsorte der Spiele übertragen. Für die Spiele der Fussball- und Eishockeyclubs der obersten Ligen soll eine jährliche Rahmenbewilligung erteilt werden.

Der Regierungsrat wolle eine massvolle und gleichzeitig konsequente Umsetzung der neuen Bestimmungen im Kanton Zürich, heisst es in der Mitteilung. Für eine einheitliche Umsetzung habe er daher die Sicherheitsdirektion mit dem Vollzugscontrolling betraut.

Die Direktion werde einen regelmässigen Erfahrungsaustausch unter den beteiligten Behörden sicherstellen. Auf diese Weise soll - unter Berücksichtigung örtlicher Besonderheiten - eine möglichst übereinstimmende Praxis im Kanton Zürich gewährleistet werden.

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