Fluglärmstreit
Regierungsrat Stocker macht sich für Paketlösung stark

Eine Lösung im Fluglärmstreit ist laut dem Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker nur möglich, wenn das Flughafen-Dossier mit anderen Themen verknüpft wird. In einem Interview mit der «NZZ» vom Freitag spricht er sich deshalb für eine Paketlösung aus.

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Deutsche nerven sich über den Fluglärm

Deutsche nerven sich über den Fluglärm

«Wir müssen realistisch sein: Kein deutscher Politiker wird uns etwas geben, ohne dass er etwas zurückerhält», betonte Stocker. Die Schweiz sei nicht nur von Freunden umgeben. Es gebe auch Leute, die neidisch auf den hiesigen Wohlstand seien und die Schweiz deshalb zurückstutzen wollten. Am besten wäre es laut Stocker gewesen, die Personenfreizügigkeit oder den IWF-Kredit des Bundes mit dem Fluglärm-Dossier zu verknüpfen. Auch beim Steuerabkommen hätte es gemäss dem SVP-Politiker «Möglichkeiten gegeben».

Schaffhauser Projekt verknüpfen

Aktuell sieht Stocker die Möglichkeit, die Fluglärmfrage mit dem «Programm Agglomerationsverkehr» des Kantons Schaffhausen zu verbinden. Dieses sieht unter anderem vor, die Strecke Schaffhausen- Erzingen (Deutschland) für 35 Millionen Franken zu elektrifizieren.

Dieses Vorhaben nütze auch dem Raum Waldshut, betonte Stocker. «Der Kanton Zürich könnte sich an diesem Projekt beteiligen, wenn dafür eine Lösung im Fluglärmstreit gefunden werden könnte.» (sda)