Winterthur
Regierungsrat entscheidet: Buslinien 5 und 7 sollen elektrifiziert werden

In Winterthur werden zwei Buslinien, die aktuell noch mit Dieselbussen betrieben werden, elektrifiziert. Der Regierungsrat hat zwei Millionen Franken für die Planung bewilligt. Auf den Linien 5 und 7 sollen künftig Batterie-Trolleybusse eingesetzt werden. Das kostet insgesamt rund 14 Millionen Franken.

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In Winterthur werden die Buslinien 5 und 7 elektrifiziert. Aktuell fahren dort Dieselbusse. (Symbolbild)

In Winterthur werden die Buslinien 5 und 7 elektrifiziert. Aktuell fahren dort Dieselbusse. (Symbolbild)

Winterthur-Tourismus

Die Linie 5 fährt von Dättnau bis zum Technorama, die Linie 7 vom Bahnhof Wülflingen nach Hegi. Diese Verbindungen verkehren ohnehin auf Streckenabschnitten der Trolleybuslinien 1 und 3. Dort müssten also keine neuen Fahrleitungen installiert werden, weil die beiden Batterietrolleybus-Linien die bisherigen Leitungen nutzen könnten.

Batterie-Trolleybusse haben einen Akku, den sie während der Fahrt an Oberleitungen aufladen. Knapp die Hälfte der Linien 5 und 7 können diese Busse dann ohne Oberleitungen zurücklegen. Gemäss Mitteilung der Regierung vom Donnerstag müssten deshalb nur 5,5 Kilometer neue Oberfahrleitung gebaut werden.

Die Wahl fiel auf die Batterie-Trolleybusse, weil diese vergleichsweise kleine Batterien haben und somit in Sachen Umweltfreundlichkeit besser abschneiden als reine Elektrobusse. Diese hätten zudem eine fixe Ladestation im Depot oder an einer Haltestelle benötigt.

Elektrifizierung gehört zur ZVV-Strategie

Das Umstellen auf Elektro-Trolleybusse auf der Linie 5 kann gemäss Regierungsrat rasch umgesetzt werden, weil es keine Änderung am Linienverlauf brauche. Diese Linie wird voraussichtlich ab Dezember 2023 mit Strom betrieben.

Die Elektrifizierung der Linie 7 hingegen soll auf den Bau der Busquerung Grüze abgestimmt werden. Diese kommt erst im Jahr 2026.

Für Projektierungsarbeiten hat der Regierungsrat nun 2 Millionen Franken bewilligt. Die Gesamtkosten für beide Projekte belaufen sich voraussichtlich auf 14 Millionen Franken. Der Kanton rechnet aber damit, dass sich der Bund mit 3 Millionen beteiligen wird.

Die Elektrifizierung von Dieselbus-Verbindungen gehört zur neuen Strategie des Zürcher Verkehrsverbundes. Der Kantonsrat hatte diese im Jahr 2020 beschlossen.

90 Prozent der Buspassagiere elektrisch transportiert

Die Stadt Winterthur freut sich über das Geld vom Kanton. Mit der Elektrifizierung der beiden Buslinien würden künftig 90 Prozent der Winterthurer Buspassagiere elektrisch befördert.

Die Fahrzeugausschreibung für siebzig Batterie-Trolleybusse im Gesamtwert von 110 Millionen Franken wurde bereits Ende Oktober 2020 in die Wege geleitet.

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