Sicherheit
Regierungsrat bewilligt Einsatz von 100 Polizeihilfskräften

Die Kantonspolizei am Flughafen Zürich bekommt Verstärkung: Bis 2013 werden zusätzlich hundert Sicherheitsassistentinnen und -assistenten angestellt. Mit der Massnahme will der Zürcher Regierungsrat der herrschenden Personalknappheit begegnen.

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Die Kantonspolizei Zürich bekommt hundert neue Mitarbeiter (Symbolbild, Archiv)

Die Kantonspolizei Zürich bekommt hundert neue Mitarbeiter (Symbolbild, Archiv)

Keystone

Der sogenannte Sollbestand der Kantonspolizei beschäftigt die Zürcher Politik seit Jahren. Eigentlich müsste das Korps 2247 Vollzeitstellen umfassen. Derzeit sind es aber gerade einmal rund 2100, wie Sicherheitsdirektor Hans Hollenstein am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Trotz verschiedener Anstrengungen wie der Heraufsetzung des Rekrutierungsalters auf 35 Jahre ist es bis heute nicht gelungen, das Problem zu lösen. Um den gegenwärtigen Korpsbestand halten zu können, müssen laut einer Mitteilung des Regierungsrates jährlich rund 90 Aspirantinnen und Aspiranten ausgebildet werden.

Der Regierungsrat hat das Problem deshalb von einer anderen Seite angepackt und den Einsatz von hundert Sicherheitsassistentinnen und - assistenten bewilligt. Diese sollen gestaffelt bis 2013 angestellt werden und die Flughafenpolizei entlasten. Damit kann diese künftig vermehrt für Aufgaben in- und ausserhalb des Flughafens eingesetzt werden, für die eine umfassende Polizeiausbildung nötig ist.

Hilfskräfte für Grenzkontrollen

Seit 1999 setzt die Kantonspolizei Sicherheitsassistentinnen- und assistenten für den Transport und die Vorführung von Gefangenen sowie für die Betreuung von Insassen des Polizeigefängnisses auf dem Kasernenwiese in Zürich ein.

Angesicht der dabei gemachten guten Erfahrungen sei es sinnvoll, die Sicherheitsassistenten künftig auch für grenzpolizeiliche Aufgaben am Flughafen einzusetzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dazu gehören Passkontrollen und Rückführungen, wie aus dem Regierungsratsbeschluss hervorgeht. Gegenwärtig sind 219 ausgebildete Polizisten mit diesen Aufgaben betraut.

Ein Einsatz von Hilfskräften kommt wesentlich günstiger, da diese eine kürzere Ausbildung durchlaufen und nur für bestimmte Tätigkeiten eingesetzt werden können. Konkret werden dem Polizeikorps für 100 Sicherheitsassistenten 75 Stellen angerechnet. Aus diesem Grund wird der Sollbestand einstweilen auf 2172 Stellen gesenkt.

Die Gesamtkosten für die 100 Stellen betragen 7,5 Millionen, wie Patrick Stadelmann, Leiter Finanzen der Sicherheitsdirektion auf Anfrage sagte. Für das laufende Jahr wird mit Kosten von 1,7, für 2012 mit rund 4,1 Millionen Franken gerechnet.

Welche Kosten im Jahr 2013 anfallen, ist laut Stadelmann noch ungewiss und wird vom künftigen Bestand der Kantonspolizei abhängen. Allenfalls müssten im Budget 2013 also Anpassungen vorgenommen werden.